Oa´tretn is!

Heute wird der neue Präsident in Amerika vereidigt. Bisher war ich negativ überrascht von dem, was sich die Amis da erwählt haben, doch seit heute sehe ich das ein wenig anders:

96 Prozent der Mitglieder deutscher Vorstände sollen laut einer Umfrage große Befürchtung mit seinem Amtsantritt hegen!

Wie meine Stammleser wissen bin ich kein Freund dieser Berufsgruppe, weil  meines Erachtens selbst ein Genie den Bezügen nicht in seiner Leistung gerecht werden kann. Nehmen Sie aktuell doch nur mal als Beispiel den „Saisonalen Schnaps“ (= Winterkorn):  kassiert(e) riesige Summen von VW und hatte dann keine Kenntnis, dass im Unternehmen eine Schummelsoftware in großem Umfang eingesetzt wurde!

Dass nun ein reicher Ahnungsloser aus Amerika den reichen Ahnungslosen in Deutschland Sorge bereitet, das beschert mir irgendwie reiches Wohlbehagen. Reichen vielleicht Schummelsoftware, Stellenabbau, Betriebsstellenverlegungen in Niedriglohnländer bald nicht mehr aus, um die Aktionäre glücklich zu machen?

Advertisements

BASF = Blöde Argumente Stellenabbau Feinzureden

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ihren Lieblings-Discounter und staunen:

Bei Obst steht lediglich eine Steige Äpfel. Das Gemüse repräsentiert sich aus ein paar Säcken Kartoffeln und an der Fleischtheke machen sie zwei Kringel Fleischwurst ausfindig.

Auch sonst ist die Anzahl der Produkte auf ein Minimum reduziert.

Über der Kasse hängt dann ein Schild, das Ihre Fragen beantwortet:

„Wir haben reduziert, für bessere Kundenfreundlichkeit!“

Anderes fiktives Beispiel:

Sie kommen mit Ihrem Smartphone nicht mehr ins Netz und rufen die Servicehotline Ihres Mobilfunkbetreibers an. Dort werden Sie mit der Durchsage begrüßt:

„Bitte haben Sie durchaus zwei bis drei Stunden Geduld, bis Sie bedient werden. Wir haben unseren Service umstrukturiert. Die Hälfte des Personals wird abgebaut und im Ausland in der Entwicklung an. Alles zum Wohle unserer Kundschaft, damit Probleme schon im Ursprung vermieden werden!“

Die Beispiele klingen verrückt?

Nichts anderes ist es, wenn beispielsweise aktuell die BASF ankündigt, rund 400 Stellen abzubauen, um kundenfreundlicher zu werden. Wieso? Weil dann im Werk mehr Parkplätze für Kunden sowie Gäste zur Verfügung gestellt werden können?

Da würde mich der ehrliche Satz erfreuen:

„Unser Kunde ist der hungrige Aktionär – und damit dieser satt und freundlich bleibt, müssen wir beim Personal die Gürtel enger schnallen!“

Stattdessen immer wieder diese Phrasen über Kundenfreundlichkeit oder Wettbewerbsfähigkeit, als wären wir Bürger blöde genug, diesem Geschwätz Glauben zu schenken.

PS:

Wer die Erwähnung von VW vermisst, so hier ein knappes Statement von mir:

Mit Schummeln zum Erfolg – und Boni-Zahlungen

Mit US-Klagen in die Krise – und Boni-Zahlungen

Mit Stellenabbau wohin auch immer – und sicherlich Boni-Zahlungen

Das nenne ich deutsche Beharrlichkeit!

Schnäppchen made by VW

11 Millionen dafür zu zahlen, damit jemand den Verein wechselt und dann ein Jahr lang nicht zum Einsatz kommt?

Das klingt verdammt arg nach dem FC Bayern – doch dies können die Wolfsburger ebenfalls.

Gut: nicht der Fußballverein, allerdings der Volkswagenkonzern!

Im Grunde ist das noch eine Stufe dekadenter, denn die 11.000.000,- Euro waren wirklich für ein Jahr Nichtstun, eines neuen (und von Mercedes abgeworbenen) Vorstandsmitglied. Der gute Mann musste nicht einmal bei einem Training teilnehmen.

Wenn ich meinen aktuellen Verdienst zugrunde lege, dann würde ich nach knapp 300 Jahren echter Tätigkeit dieses Jahresgehalt egalisiert haben.

Okay – darum heißt es auch nicht Verdienst, was die Herren Vorstände kassieren, denn wirklich verdient ist daran nichts. Und das Gute für den Neuerwerb: bedingt durch das Jahr Müßiggang, kann dieser sich entspannt zurücklehnen sowie mit Fug und Recht behaupten: „Ich habe VW nicht in die Misere getrieben!“

Insofern hat er dem Autobauer durch sein Nichtstun mehr gedient, als die anderen Herrn der Führungsriege. So gesehen war sein Einkauf ein Schnäppchen!

Dicke Luft wegen schlechter Luft

Wer meinen Blog kennt wird damit gerechnet haben, dass ich heute  die Zeitumstellung durch den Kakao ziehe. Habe ich schon oft genug gemacht und wer bis heute noch nicht wusste, ob er die Uhr nach vorne oder nach hinten zu stellen hatte, der wird es zwischenzeitlich bemerkt haben, denn er/sie war eine Stunde zu früh bei der Arbeitsstelle. Hier empfehle ich ohnehin den Erwerb einer Funkuhr.

Mein Blick richtet sich in die nahe Zukunft, wenn man bei VW merkt oder zugibt, dass mit einer Softwareaktualisierung alleine das Abgasproblem nicht zu beheben geht. Denn wenn das so leicht ginge, hätte man nicht schummeln müssen. Ich hätte doch einst auch nicht gelogen und behauptet: „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht!“, wenn das Argument: “ Hausaufgaben rauben nur Freizeit!“ von meinen Eltern akzeptiert worden wäre.

Klar, wenn man einen Motor so manipuliert, dass er nicht mehr anspringt, dann hat der Fahrzeughersteller Bestwerte erreicht. Doch ob die Besitzer eines VW mit Dieselantrieb bereit sind, dieses leichte Handikap, der Umwelt zuliebe, einzugehen, dass bezweifle ich.

Doch das Thema wird ein Problem für uns alle werden, wenn wir um den Einsatz der Polizei bitten und es am Telefon heißt: „Wir setzen sie auf die Liste und sobald morgen einer unserer Benziner frei wird, dann kommt die Streife vorbei. Unsere Dieselfahrzeuge sind derzeit bei VW zur Reparatur!“

Oder stellen Sie sich die vielen mobilen Blitzer vor, wenn den Transportfahrzeugen die Fahrerlaubnis entzogen werden, dann sind es fortan stationäre Anlagen.

Sie denken ich übertreibe?

In Hessen sind fast 500 VW Dieselfahrzeuge betroffen. In NRW wohl mehr als 2000. Wir werden uns bald wehmütig „Alarm für Cobra 11“ ansehen müssen, um Verfolgungsjagden zu sehen, denn für den realen Einsatz fehlen bald die Autos. Doch vielleicht bietet Opel demnächst einen Motor-Austauschsatz an.

Meine Mutter sagte früher oft zu mir: „Sohn, Lügen haben kurze Beine!“

Realistisch in die Gegenwart adaptiert heißt es nun: „Kind, Lügen haben nur Motoren Software!“

Betrug in kleinem Umfang

Da wir aktuell die Automobilmesse in Frankfurt haben und VW sogar die Flüchtlingswelle von Platz 1 der Top-Themen in der Presse verdrängen konnte, möchte ich in meinen Blog daran orientieren.

Haben Sie sich nicht auch schon gefragt, wie es sein kann, dass AddBlue den Schadstoffausstoß von Diesel vermindern kann? Hierbei handelt es sich um einen Harnstoff, der bei der Verbrennung dazugegeben wird. Das ist in etwas so, wie auf einen Hundehaufen zu pinkeln, damit der besser riecht.

Warum aber heißt der Stoff AddBlue (= füge blau hinzu), wo unser Pipi in der Regel eher gelblich gefärbt ist? (Bei gesunden Nieren und reichlich Biergenuss auf dem Oktoberfest ist es auch mal klar und wenn es rötliche Färbung annehmen sollte und Sie vorher nicht rote Beete gefuttert haben, dann wäre ein Arztbesuch sinnvoll!)

Dieses Phänomen hat mich seit jeher in der Werbung irritiert. Bei Slipeinlagen oder Windeln wird immer eine blaue Flüssigkeit aus einem Reagenzglas geschüttet und nie ein gelbliche. Ich bin mir sicher: wenn es eines Tages GeruchsTV geben sollte, dann dringt aus dem Fernseher eine frische Ozeanbrise durch die Membranen nach außen und hat daher keinerlei Ähnlichkeit, mit dem wie es regulär aus einem benutzten Flies riecht.

Auch wenn es sich in diesem Beispiel um Urin handelt: hier fängt der Beschiss schon an!

Sauber manipuliert

Es wird permanent betrogen! Das fängt in der Tierwelt an und hört beim ältesten Gewerbe der Welt auf. Hier wird in der Regel etwas reingesteckt und das was die Gegenseite an Lust darstellt, deckt sich meist nicht mit dem, was real im Kopf der Prostituierten passiert. Warum sollte es bei VW und Audi also anders laufen?

Findige Mitarbeiter haben eine Software entwickelt und in Fahrzeugen installiert, die erkennt, wenn ein Prüfer sein Messgerät einstöpselt und dann liefert es genau jene Resultate, die gewünscht werden. Damit könnte theoretisch auch ein alter, mit Schiffsdiesel betriebener Motor auf einem Kutter gemessen werden und der kriegt nach der Auswertung eine grüne Umweltplakette.

Blöde, dass das die Amis (rechtzeitig zur IAA) entdeckt haben und nun bis zu 16 Milliarden Dollar Schadenersatz drohen. Das minimiert natürlich die Gewinne, die sicherlich über 20 Milliarden liegen dürften, beim Verkauf des Patentes.

Man stelle sich nur die Verdienstmöglichkeiten vor:

Auf einer Waage wird nicht mehr das reale Gewicht sondern das gewünschte angezeigt. Prima, für die die abnehmen wollen und genauso toll für die, die etwas verkaufen möchten. Da zeigt es ein Kilo Trauben an, obwohl nur 880 Gramm aufgelegt wurden. Der Liter Milch besteht nur noch aus 910 Milliliter, doch das Messgerät zeigt genau einen Liter an und auf Wunsch auch jede beliebige Verpackungsgröße. Vorbei die Zeit, wo man kostspielig unterschiedlich dimensionierte Einheiten produzieren musste. Oder bei der Alkoholkontrolle: Sie wollen maximal 0,3 Promille im Blut haben? – Sie bekommen es, dank dem Messgerät von VW.

Selbst ich werde meinen Blog mit VolkswagenSoft auswerten lassen, denn die bisherige Zahl der Besucher ist mir zu gering. Ich gehe davon aus, dass ich mit VoWaSo die Millionen-Klicks-am-Tag-Grenze überschreite.

Das sind eben moderne Zeiten und es heißt nicht mehr wysiwyg (what you see is what you get) sondern wywiwys (what you want is what you see).

Ich kann mir dann auch schon den neuen selbstfahrenden Golf gut vorstellen:

Man steigt in Frankfurt ein, gibt ein Ziel ein (beispielweise Köln) und startet. Aus dem MP3-Player kommen Motorengeräusche. Nach 10 Minuten hören wir die Meldung „Sie sind am Ziel angekommen!“ – Nach dem Aussteigen befinden wir uns immer noch vor dem Römer, doch die Analyse ergibt, dass der Dom nicht weit ist und es sich um den Kölner handeln soll. Wir laufen nach Sachsenhausen, trinken ein Glas Äppler, und Messungen bescheinigen uns, dass wir einem Geschmacksirrtum erliegen. Es handelt sich eindeutig um ein Glas mit Kölsch, der Hopfen ist nur aus rein biologischem Anbau und hat deshalb so einen apfelig-säuerlichen Nachgeschmack.

Sie sehen: Silicon Valley war gestern – Wolfsburg & Ingolstadt is the future !

Merkel – Putin und die Mama

Als junger Bursche besaß ich ein kleines aufziehbares Boot.

Weil mir der See zu langweilig wurde ging ich damit an den Main mit einem Kumpel. Nur wenige Minuten später kehrten wir um – ohne Boot. Das hatte die Strömung des Flusses mitgenommen.

Ich ersparte mir meine Mutter anzusprechen, denn ich wusste was ich zu hören bekommen würde:

„Selbst dran schuld, wenn du so was tust!“

Ein paar Jahre später bastelte ich an meinem Mofa und trug dabei meine brandneuen Cowboystiefel. Es kam wie es kommen musste und ein Tropfen Öl fiel auf den hellbraunen Schuh. Als ich den Stiefel heulend meiner Mutter zeigte, sprach sie:  

„Tja – den Fleck bekommst du nicht mehr raus. Hast hoffentlich den Boden nicht auch versaut!“

Damals habe ich öfter meine Mutter verflucht, heute wünschte ich, sie wäre Kanzlerin!

Sie würde zu VW – BMW – Metro – Media Markt und wie sie alles heißen sagen:

„Selbst daran schuld, wenn ihr meint in Länder wie Russland expandieren oder dort produzieren zu müssen! Da müßt ihr auch das Risiko tragen, dass es schief geht!“

Sie hätte dem Putin erst einmal sein Taschengeld entzogen und wenn der auf bockig gemacht und gedroht hätte, gleich nochmal Stubenarrest erteilt

So aber wird es kommen wie es kommen muss…

Russland bekommt die Krim – Europa wird froh sein, dass Wladimir Putin nicht die komplette Ukraine einnimmt. Dafür werden wir ihm Handelserleichterungen verpassen und der Ukraine zusätzlich mit vielen Milliarden Euro das Dasein in der europäischen Union schmackhaft machen.

Die Wirtschaft jubelt, denn die können weiter in Russland agieren wie auch in der Ukraine den Bedarf an deren Konsumgüter wecken. Wir können weiterhin Wirtschaftswachstum vorweisen und Frau Angela Merkel wird wohl auch bei der nächsten Wahl wieder siegen.

Der Putin hat die Krim und Waren „made (wie in) germany“

Also haben alle etwas davon – außer wir!