Na geht doch! (Oder auch nicht)

Was für ein Wochenende!

Der Frühling hat endlich mal gezeigt, was man von ihm erwartet. Jetzt müssen nur noch die Nächte milder werden und die berühmten Gefühle dieser Jahreszeit tauen auf. Doch der klimatische Umbruch ist erkennbar.

Die deutsche Elf hat Aserbeidschan in der WM-Qualifikation geschlagen und Sebastian Vettel steht zum ersten Mal ganz oben auf dem Siegtreppchen, seitdem er einen rotlackierten Flitzer über die Rennstrecken jagt. Unser Heppenheimer Rennfahrer hat die Wende eingeleitet.

Alles hätte so schön sein können, doch dann kommt das Saarland und versaut das Wochenende mit seinem Wahlergebnis. Zumindest die Anhänger des Auf- oder Umbruchs, seitens SPD, hat es schwer gebeutelt.

Da fällt mir das Zitat von Gary Lineker ein:

„Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen und am Ende gewinnt immer Deutschland!“

Nach dem Wahlwochenende im Saarland sieht es ganz so aus, als ob das auch für die Politik gilt.

Martin Schulz wird umjubelt, doch Merkel wird gewählt!

Aber vielleicht liegt es auch nur an Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, dass sie diesen nicht nur baut, sondern auch aus dem Dreck zu ziehen vermag. Warten wir die nächsten Wahlen ab!

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Dschungel des Wahnsinns

Wieder hat sich ein Amerikaner eine Krone ergriffen. Diesmal in Australien und für Deutschland.

Slogans wie: „De Regln sinn de Regln!“ kamen beim Zuschauer einfach gut an.

Auch die Zweitplatzierte des Dschungelcamp hatte mit diesem Moto gepunktet. Hier war die Aussage jedoch mehr entschuldigend gemeint: während den Tagen der Regel sei sie unleidlich.

Irgendwie war das Format auch so sehr amerikanisiert. Hatten in der USA die Bürger die Wahl zwischen den zwei Übeln Hillary und Trump, waren beim Dschungelcamp der C-Prominenz ein singender amerikanischer Stripper, eine Ostdeutsche mit Zwangsstörungen und der selbsternannte Botox-Boy: „High Class“

Sollten Sie also Randgruppen-Phänomene an sich entdecken und irgendwann mal bei einer Fernsehsendung zu sehen gewesen sein (Tipp: Nehmen sie an einer Demo teil und rufen sie radikale Parolen aus, dann wird Sie rasch ein TV-Reporter für ein Interview kontaktieren): dann bewerben Sie sich für das RTL Dschungelcamp 2018!

Die Gurkenwahltheorie

Morgen ist es soweit: Amerika wählt und nach dem ersten Farbigen als Präsident, dürfte voraussichtlich die erste Frau an die Macht kommen. Heftig, die Diskussionen im Netz und in der Öffentlichkeit, wer denn nun das bessere Übel sei und vielerorts werden die Amis bedauert, dass sie nichts Besseres zur Auswahl haben.

Ob nun Clinton oder Trump: dass nur noch die Beiden zur Auswahl stehen, ist das Ergebnis von einem kostenintensiven Marketing, subventioniert von Leuten, die sich durch die Wahl der einen oder anderen Person Vorteile versprechen und diese garantiert auch bekommen werden. Dazu noch eine gehörige Portion Naivität des Vorwählers und schon bleiben nur noch zwei Menschen übrig, denen wir Beide (sofern sie unsere Nachbarn wären) ungern unseren Wohnungsschlüssel überlassen würden, wenn wir in Urlaub verreisen.

Doch diese Aus-Wahl hat einen logischen Hintergrund:

Falls ich auf den Markt gehe und mit mindestens einem Gemüse heimgehen muss, dort aber nur noch eine Handvoll schäbiger Gurken angepriesen werden, verwundert es niemand, dass es Gurkensalat zum Mittagessen gibt. Egal was ich meiner Familie gerne alternativ serviert hätte.

Die erste First Lady oder der erste First Macho of America – sie werden Beide ihre Versprechen einlösen müssen. Nicht gegenüber den Wählern, sondern gegenüber den Sponsoren. Insofern ist es egal, welche Marionette an den Seilen hängt, wenn sie oben vom gleichen Puppenspieler bedient werden.

Aber werft doch mal einen Blick nach Deutschland, bevor wir uns das amerikanische Elend ansehen:

Ist Angela Merkel wirklich das, was Sie gerne als politisches Oberhaupt erleben möchten?

Doch was bietet sich aus dem politischen Umfeld an? Die reichen doch auch nur für einen Gurkensalat aus!

Ich sag´s mal auf englisch:  worse under worst!

Unserer Parteienlandschaft offeriert uns ein Personal-Buffet, das den Nährstoffgehalt von Mineralwasser hat. Doch dem Dürstenden ist das Recht und selbst der Hungernde langt zu, vermittelt es zumindest für einen Moment das Gefühl der Sättigung.

Was immer Amerika auch morgen wählt: es wird keine weise Entscheidung!

Qual der Wahl

Was unterscheidet die gestrigen Wahlen in Bayern von der in der Ukraine?

Auf den ersten Blick einmal nichts, denn bei beiden Ländern war der Wahlausgang klar!

Einen gravierenden Unterschied gab es allerdings:

Während sich in der Ukraine die Nicht-Pro-Russland-Wähler zur Wahl meist nicht trauten (wer wirft schon gerne seinen Stimmzettel in eine gläserne Urne im Hauptraum ein, wenn diese von der Mehrheit abweicht) trauen die Bayuwaren der Opposition nicht.

Getreu eines bayrischen Spruches aus dem Volksmund: „Never touch a running system!“

Und weil es mit der CSU recht gut läuft, sieht es auch weiterhin schwarz und damit rosig für den Freistaat aus.

Ein einfaches jedoch offensichtlich wirksames Konzept, wenn man diverse Studien betrachet.