Von Omas, Stricksocken und Microsoft

Sie fahren ein Fahrzeug und ständig blinkt in der Konsole auf, dass es ein neues Modell gibt. Sie sind seit Jahren zufrieden mit Ihrem Partner, doch ständig trägt dieser/diese eine Mütze, auf der steht: „Es gibt ein neues Modell. Jetzt kostenfrei wechseln?“

So in der Art treibt es derzeit Microsoft bei den Windows 7 und 8 Nutzern. Nur mit Tricks oder neuen Tools auf dem Mark kann der Hinweis ausgeblendet werden, dass uns der Softwareriese ein „Geschenk“ machen will.

Doch es geht noch weiter, denn die Leute, die sich von Microsoft nicht mit Windows 10 beschenken lassen wollen, bekommen aktuell einfach die Schnüffelfeatures der neuen Version nachgepflegt. Wieder bedarf es eines gehobenen Computerwissens des Anwenders, um diese Update-Patches mit neuen Datensammlungs-Funktionen abzustellen.

Das ist so, als wolle Ihnen die Oma ein paar selbstgestrickte Socken schenken, die Sie nicht möchten und damit die Großmutter Ihnen nicht heimlich das Zeug zusteckt, müssen sie sich Wege ausdenken, wie Sie Omas Aktionismus unterbinden.

Vorbei sind wohl die Zeiten, wo Microsoft den Kunden entscheiden lässt und diese dann auch akzeptiert und lediglich durch Einstellung des Supportes für ein Betriebssystem, irgendwann zu einem Wechsel auf ein neues System zwingt.

Spätestens mit Windows 11 werden wir vermutlich überhaupt nicht mehr gefragt, ob wir es überhaupt wollen. Das ist dann eines Morgen plötzlich drauf auf dem Gerät und dank Highspeed DSL können die Jungs Daten über uns saugen, bis deren Server platzen.

 

Technische Anmerkung:

Die neuen Patches sammeln Informationen zum System und übertragen sie an zwei Microsoft-Server. Um was für Daten es sich konkret handelt, ist unklar. Mutmaßlich handelt es sich aber nicht um persönliche Daten, wie sie etwa bei der Nutzung von Bing oder Cortana übertragen werden, sondern nur um Daten zum Systembetrieb, die Microsoft zum Beispiel zur Fehleranalyse nutzt.

Insgesamt vier Updates hat Microsoft veröffentlicht, die über das Windows-Update auf PCs mit Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 kommen. Sie tragen die Bezeichnungen KB3022345, KB3068708, KB3075249 und KB3080149 und führen laut Microsofts Beschreibung „Diagnostics and Telemetry tracking“ auf bestehenden PCs ein. Damit sollen, so Microsoft, diese Systeme von den „Vorteilen der aktuellsten Windows-Version profitieren“, auch wenn sie nicht aktualisiert wurden.

Werbeanzeigen

Es wird geservicepackt

Kaum zu glauben, aber nur eine Woche nach dem Erscheinen von Windows 10 wurde das erste Servicepack veröffentlicht. Zur Erinnerung:  bei XP gab es insgesamt nur drei offizielle Servicepacks.

Bin gespannt, wann Microsoft erst die Fehlerbereinigungspakete verteilt und dann erst das Betriebssystem heraus bringt.

Fast 160 MB umfasst das Paket übrigens in der 32 Bit Version und knapp das Doppelte für das 64 Bit System. Rechne ich das auf den Preis sowie Kapazität meiner ersten Festplatte um und dann den Betrag in Euro, so ergäbe es Speicherkosten von 80.000 Euro beziehungsweise 160.000 Euro.

Irre, oder?

Da sieht man zum einen den Preisverfall aber auch wie sehr sich Windows im Laufe der Zeit aufgebläht hat.

Microsoft hat übrigen behauptet, dass Windows 10 das letzte Betriebssystem sein und es eben kein 11 oder 12 oder dergleichen geben wird. Das heißt dann wohl, dass wir in 10 Jahren noch Windows 10 auf dem Rechner haben, jedoch mit Servicepack 28

Na dann… ich wünsche ein happy updating!

Geschenkter Gaul

Es ist so weit: Microsoft verteilt Windows 10 unter das Volk. Die Experten loben das neue Betriebssystem. Es soll wieder so gut sein wie einst Windows 7.

Das ist vermutlich auch der Grund, warum man nach dem eher ungeliebten Windows 8 eine ganze Version überspringt, um sich dadurch von dem letzten Produkt besser zu distanzieren.

Noch ehrlicher hätte ich es empfunden, das neue Windows einfach ‚Windows 7 reloaded‘ zu nennen.

Was mich allerdings total irritiert: das Upgrade von Version 8 und sogar von Release 7 ist für ein Jahr kostenfrei möglich. Microsoft verschenkt etwas!?! Das ist so, als würde sich ein Hai als Veganer ausgeben!

Es wird irgendeinen Grund haben. Vielleicht erst mit dem Ziel, alle User auf eine einheitliche Plattform anzuheben. Doch spätestens wenn das erfolgt ist und es keine Ausweichmöglichkeiten mehr gibt, dann wird der Hai wieder Fleisch fressen wollen.

Wir werden sehen, ob dieser geschenkte Gaul, dem man nicht ins Maul schauen sollt, sich nicht eines Tages als trojanisches Pferd entpuppen wird. Dann berichte ich wieder davon.

Doch zunächst einmal wünsche ich ‚happy upgrading‘!

Brauner Bär und Windows

 

Vielleicht können Sie sich auch noch daran erinnern: da gab es das leckere Eis am Stil das sich „Brauner Bär“ nannte und wer lieber Wasser- statt mit Milchspeiseeis mochte, der nahm sich „ein Split“.

Wann immer ich auch bei reiferen Menschen davon spreche, sehe ich einen Glanz in den Augen und die meisten antworten: „Au ja, wie lecker! Schade, dass es das wohl nicht mehr gibt!“

So wird es uns mit Windows auch ergehen, denn in diesem Jahr stellt Microsoft ab April den Support von XP ein und ab 31. Oktober 2014 wird dann auch Windows 7 offiziell nicht mehr verkauft.

Getreu dem Motto: wenn der Computernutzer freiwillig unser Windows 8 nicht kaufen möchte, dann müssen wir ihn dazu zwingen!

Wir Anwender haben nun die Qual der Wahl:

Hamsterkäufe starten und vorsorglich noch ein paar Versionen von Windows 7 erwerben

oder

abwarten auf Windows 9, das dann sicherlich wieder besser werden wird, bevor Microsoft Windows 10 einführt und wir erneut verzweifelt auf Windows 11 warten.

Eigentlich eine geniale Verkaufsstrategie:

Abwechselnd ein stabiles und dann ein schlechtes Betriebssystem verkaufen, dass man a) erst froh ist, noch nicht umgestiegen zu sein und b) erleichtert auf das „gute“ System upgradet.

Beispiel:

Hätte Microsoft nach Windows XP gleich Windows 7 veröffentlich und uns nicht erst mit Windows Vista das Computer-Leben erschwert, so würde das Einstellen des XP Supportes viel mehr Verunstimmung im Volk erzeugen. So aber ist es das drittletzte Betriebssystem und da ist es doch legitim, wenn Microsoft dafür keine Zeit mehr verschwendet.

Mein persönlicher Tipp:

Warten Sie auf Windows 9 und erwerben Sie davon reichlich.

Windows 10 wird wohl nur noch in der Cloud zu nutzen und grottenschlecht sein. 2020 folgt dann Windows 11 und ab dann hat der Anwender jegliche Kontrolle über das Betriebssystem verloren. Dann ist es gut, wenn sie mit Windows 9 noch bis 2030 halbwegs autark arbeiten können.

Das hat zwar (als vorletztes Betriebssystem) auch keinen Support mehr, doch wenn es mal klemmt, dann schnappt man sich zur Beruhigung ein Eis… vielleicht ist´s sogar ein „Brauner Bär reloaded“

NSA Präventiv-Massnahmen

Was sollen wir unsere beste Frau nach Amerika schicken und mit irgendwelchen Konsequenzen drohen, wenn Deutschland weiter abgehört wird?

Ob Frau Merkel „not amused“ ist, interessiert einen Mister Obama ziemlich wenig und die Drohung ist genauso, als würde ich den Klitschko-Brüdern ankündigen: „Hört auf, euch dauernd im TV zu präsentieren, sonst gibt´s von mir mal so richtig auf´s Maul!“

Pro-Aktivität ist hier gefragt und einmal eine andere Einstellung zu der Thematik.

Stellt euch doch mal den armen NSA-Mitarbeiter vor, der immer wieder irgendwelche Alarme von den Computern vorgelegt bekommt und dann irgendwelche langweiligen Texte lesen darf.

Beispiele: 

„Morgen fliege ich nach Amerika, muss aber erst noch Rasen sprengen!“

„Mein Akku ist leer. Bin laden und dann rufe ich nochmal an!“

„Le President ist abgelaufen und muss weg – der Camembert müffelt mächtig im Kühlschrank!“

 

Alles langweiliger Kram – und deshalb gebt den Jungs mehr Spaß an der Arbeit. Mailt eure wildesten erotischen Erlebnisse oder Fantasien irgendwo hin. Postet die Fotos der schönsten Frauen in´s Netz und von jeder Einrichtung, die Eurer Meinung nach Suspekt wirkt.

Und bevor man euch Wanzen in das heimische Schlafzimmer installiert und damit real in Eure Privatsphäre eindringt, öffnet diese virtuell.

Installiert IP-Kameras in die Schlafzimmer und verseht diese mit Bewegungsmelder, damit wirklich nur dann in´s Netz gesendet wird, wenn es was zu senden gibt. Und strengt euch ein wenig an: keine langweiligen Vorspielchen oder öde Missionarsstellung. Gebt den Jungs was wirklich prickelt.

Angenehmer Nebeneffekt: ein gut gelaunter NSA-Mitarbeiter wird auch mal ein Auge zudrücken, wenn Sie mal den Nachbarn ausspionieren oder irgendein Pay-TV-Sender knacken wollen – haben wir doch alle irgendwie die gleichen Interessen.

Kurzum: wenn schon ein Miteinander gefragt ist – dann bitte auch so harmonisch wie möglich – und nicht mit irgendwelchen Drohungen durch die Kanzlerin, erst Recht den Amerikaner reizen. Wir machen uns doch nur unnötig verdächtig!

So wie es aussieht, werden wir die übernächste Windows Version (Windows 10) nicht mehr auf unserem Rechner installieren, sondern loggen uns (eine ständige Leitungsverbindung vorausgesetzt) direkt auf Servern von Microsoft ein, die vielleicht von der NSA gestellt werden – oder wie auch immer.

Zumindest macht das dann dem „Big Father America“ extrem leicht, die Daten zu kontrollieren und die Anwender digital auszuknipsen, die man nicht leiden kann.

Deshalb ist es sinnvoll schon jetzt daran zu arbeiten, dass uns der Mitarbeiter bei der NSA gut leiden kann und auch Bill Gates mit seiner Fenster-Truppe uns nett findet.