Brauner Bär und Windows

 

Vielleicht können Sie sich auch noch daran erinnern: da gab es das leckere Eis am Stil das sich „Brauner Bär“ nannte und wer lieber Wasser- statt mit Milchspeiseeis mochte, der nahm sich „ein Split“.

Wann immer ich auch bei reiferen Menschen davon spreche, sehe ich einen Glanz in den Augen und die meisten antworten: „Au ja, wie lecker! Schade, dass es das wohl nicht mehr gibt!“

So wird es uns mit Windows auch ergehen, denn in diesem Jahr stellt Microsoft ab April den Support von XP ein und ab 31. Oktober 2014 wird dann auch Windows 7 offiziell nicht mehr verkauft.

Getreu dem Motto: wenn der Computernutzer freiwillig unser Windows 8 nicht kaufen möchte, dann müssen wir ihn dazu zwingen!

Wir Anwender haben nun die Qual der Wahl:

Hamsterkäufe starten und vorsorglich noch ein paar Versionen von Windows 7 erwerben

oder

abwarten auf Windows 9, das dann sicherlich wieder besser werden wird, bevor Microsoft Windows 10 einführt und wir erneut verzweifelt auf Windows 11 warten.

Eigentlich eine geniale Verkaufsstrategie:

Abwechselnd ein stabiles und dann ein schlechtes Betriebssystem verkaufen, dass man a) erst froh ist, noch nicht umgestiegen zu sein und b) erleichtert auf das „gute“ System upgradet.

Beispiel:

Hätte Microsoft nach Windows XP gleich Windows 7 veröffentlich und uns nicht erst mit Windows Vista das Computer-Leben erschwert, so würde das Einstellen des XP Supportes viel mehr Verunstimmung im Volk erzeugen. So aber ist es das drittletzte Betriebssystem und da ist es doch legitim, wenn Microsoft dafür keine Zeit mehr verschwendet.

Mein persönlicher Tipp:

Warten Sie auf Windows 9 und erwerben Sie davon reichlich.

Windows 10 wird wohl nur noch in der Cloud zu nutzen und grottenschlecht sein. 2020 folgt dann Windows 11 und ab dann hat der Anwender jegliche Kontrolle über das Betriebssystem verloren. Dann ist es gut, wenn sie mit Windows 9 noch bis 2030 halbwegs autark arbeiten können.

Das hat zwar (als vorletztes Betriebssystem) auch keinen Support mehr, doch wenn es mal klemmt, dann schnappt man sich zur Beruhigung ein Eis… vielleicht ist´s sogar ein „Brauner Bär reloaded“

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Tierisch gutes Projekt abseits vom Dschungelcamp

Wir stammen bekanntlich vom Affen ab und sicherlich werden es auch viele Menschen affig finden, mehr als eine Milliarde Euro in ein Weltraum-Projekt zu stecken, doch ich bin fasziniert zu was wir „Affen der hohen Evolutionsstufe“ fähig sind.

Da wird 1985 ein Projekt gestartet und 2004 dann auch die dazugehörige Raumsonde namens „Rosetta“. Der Auftrag: ab August 2014 einen Kometen verfolgen und im November dann sogar einen Orbiter darauf landen zu lassen.

Ein scheinbar irrwitziges Projekt und kaum vorstellbar, dass das aus Darmstadt aus von der ESA gesteuert wird. Ist doch gerade diese Stadt dafür bekannt, häufig in den Pro-Kopf-Statistiken für KFZ-Unfälle ganz oben dabei zu sein.

Offensichtlich liegt dem Darmstädter das Fliegen mehr, als das Autofahren – oder vielleicht klappt das auch einfach besser, weil da oben keine Heppenheimer sowie Offenbacher den Verkehrsfluss stören.

Doch nun wieder zurück zur Ernsthaftigkeit:

Diese Sonde rast nun  seit dem 8. Juni 2011 mit 54000 Kilometer pro Stunde durch das Weltall und dies auf standby – weil so weit weg von der Sonne, die Sonnensegel nicht genügend Energie für den Betrieb laden können.

Heute um 11 Uhr soll sich dann die Sonde wieder aktivieren und die ersten Funkmeldungen so gegen 18:30 Uhr im Kontrollzentrum der ESA einlaufen.

Wenn es klappt, kann die Endphase des Projektes eingeläutet werden, wenn nicht – dann fliegt da recht flotter Weltraumschrott durch´s All.

Ich bin jedoch recht zuversichtlich, dass alles funktioniert – denn wenngleich auch sicherlich einige Sicherheits-Patches nicht eingespielt wurden, so dürften die Rechner unter dem recht stabilen  XP laufen und nicht mit dem einen Jahr später gefolgten Flopp namens Vista.

Die Raumsonde wacht auch noch rechtzeitig auf, bevor Micosoft im April den Support für XP einstellt. Also da können die Jung s in Redmond durchaus noch zur Rechenschaft gezogen werden, sollte da irgendein Treiber nicht mehr laufen, weil das Servicepack 3 fehlt.  😉

Das nenne ich Strategie und Planung in Perfektion!

Genau das ist auch der Grund, warum ich mich in meinem Blog heute diesem Thema widme:

Da derzeit die Medien sich lieber um die Primaten „der Wendler“ und „Larissa“ im Dschungelkamp kümmern, möchte ich erwähnen, dass wir Humanioden durchaus auch weniger affig sein können und wirklich starke Projekte auch abseits des australischen Dschungels durchführen.

Selbst wenn die Sonde nicht mehr aufwacht – oder die Verfolgung / Landung nicht funktioniert: diese Projekt verdient unsere (Be-)Achtung!