Die Internationale Automobilausstellung Frankfurt und die Zukunft

Die IAA in Frankfurt hat begonnen und wer sich wundert, wieso es dort Stände von Apple und Google gibt: das ist erst der Anfang!

Genießen Sie noch die Zeit, wo die Messe eigenständig in Frankfurt stattfindet und nicht mit der Cebit in Hannover (weltweit größte Messe für Informationstechnologie) zusammengelegt wird. Nutzen Sie die Zeit, wo Sie sich entspannt vom Autohändler Ihres Vertrauens hofiert werden und sich einen Überblick über die Modellreihe der Marke verschaffen können. In ein paar Jahren müssen Sie wohl vor einem Applestore übernachten, wenn Sie das brandneue Modell „Icar 6s“ erwerben wollen. Nicht ganz so heftig ist der Andrang beim neuen Samsung Car „SC6 Edge“ – der nun die Displayinformationen auch auf den Seitenscheiben darstellen kann.

Es wird eines Tages nur noch Staus vor den Geschäften von Microsoft, Samsung und Apple geben, doch trotzdem werden Sie häufig unpünktlich in Ihrer Firma eintreffen. Weil Hacker beispielweise die Software ihres DroidVec (Android Vehicle) lahmgelegt haben, die Sicherheitspatche auf Ihrem WinCar noch nicht alle installiert wurden oder erst einmal Cios 9 (Car Ios von Apple) einzurichten ist.

Kanzlerin Merkel verspricht, dass auch in ländlichen Gebieten bald wieder Auto gefahren werden kann, nachdem die Mobilfunkanbieter eine flächendenkende Funkausstrahlung angekündigt hatten und daraufhin der Betrieb konventioneller Fahrzeuge gänzlich untersagt wurde.

Auf Ihren Fahrten werden im Display permanent Werbesequenzen eingeblendet. Bei Abschaltung dieser stoppt das Fahrzeug automatisch. Die Techniken sind so ausgereift, dass Google und Co. nicht nur wissen, wo Sie sich gerade befinden, sondern schon ahnen, wohin sie wollen. Dank PD (predicted driving) wird das vermutete Ziel bereits angefahren, bevor Sie es sich richtig bequem und Eingaben gemacht haben.

Automatisch lenkt Sie das Auto zwischendurch zu Burger King oder einem Rewe-Markt, wenn das Windows Betriebsystem einen derartigen Bedarf vermutet und Apple hat mit der Edeka-Gruppe sowie Mac Donalds ein entsprechendes Abkommen geschlossen, während die DroidVecs Discounter sowie Dönerbuden ansteuern.

Immer wieder finden sich auf den Straßen Anarchisten, die mit nostalgischen Fahrzeugen und manueller Lenkung die Straßen unsicher machen. Sie werden jedoch rasch geortet und – im wahrsten Sinne der Bezeichnung – aus dem Verkehr gezogen.

Und was macht Frankfurt, das nach dem Verlust der IAA als Messestadt nun auch für die anderen Veranstaltungen nicht mehr interessant ist?

Dort baut die FAG das angeblich dringend benötigte Terminal 4, von dem aus Fluggäste über Terminal 1 und 2 und 3 und vier sowie gefühlten 5 Kilometern Shoppingmalls zu der neuen Startbahn Süd gebracht werden. Hierbei handelt es sich um das stillgelegte Teilstück der A67, welches parallel zur A5 liegt. Da die elektronischen Piloten – im Gegensatz zu den herkömmlichen Autofahrern – tatsächlich Dinge wie Reißverschlußverfahren, Beschleunigung auf dem Beschleunigungsstreifen und Rechtsfahren, wenn es nicht zu überholen gibt, beherrschen, konnte diese Strecke dem Flugverkehr überlassen werden.

Wilkommen in der Zukunft!

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Nur ein Update

Es ist rund 20 Jahre her, als ich mit einer Gruppe Außendienstmitarbeiter durch das Rechenzentrum eines großen Schweizer Versicherungsunternehmen lief.

Ehrfürchtig betrachteten wir die riesigen Türme mit Festplatten und glaubten unseren Ohren nicht zu trauen, als der Leiter der Führung etwas von über 700 MB Arbeitsspeicher sprach.

Das war zu einer Zeit, als ich meinen ersten Rechner erwarb und der Meinung war: 512 KB reichen aus – das müssen keine 640 KB sein.

Das komplette Works (sozusagen der Vorläufer von von MS Office) passte auf zwei der hochmodernen 3,5 Zoll Disketten mit jeweils 720 KB Speicherplatz.

MS-DOS war nicht die Abkürzung für ein Motorschiff namens DOS sondern das Betriebssystem und wurde mit einem bescheidenen Zeichensatz auf dem bernsteinfarbenen Bildschirm dargestellt, dessen Größe heute von einigen Tablets überschritten wird.

Doch ich hatte bereits eine hochmoderne Grafikkarte on Board – von der Firma Hercules, die konnte zwar nur monochrome ASCII-Zeichen darstellen – das aber schon recht gut.

Eine Weile später investierte ich 1000 Deutsche Mark für den Kauf einer Festplatte, die 20 MB Speicherkapazität aufwies. Das sollte für alle Zukunft reichen.

Warum ich das erwähne?

Am Freitag sollte ich das Upgrade auf Windows 8.1 beim Netbook meiner Frau downloaden; mal knappe schlappe 890 MB groß.

Das heißt: dieses Upgrade hätte mich einst schon 45.000 Mark gekostet, um es nur auf Festplatte auszulagern!

Für die, die das nicht mehr in Euro umrechnen können: das sind über 23.000 Euro!

Ich weiß noch, wie ich mit meinem flotten 9600 Baud Modem via BTX mir den damals ultimativen Browser namens „Netscape Navigator“ downloaden wollte. Damals kosteten 10 Minuten 8 Pfennig – klingt wenig – aber die 2 MB des Browser waren für damalige Verhältnisse gigantisch groß.

Ok die Telekom hatte gerade erst von 2400 auf 4800 Baud umgestellt – doch ich wollte für die Zukunft gerüstet sein.

Zwischen zwei und drei Stunden dauerte der download, bis dann zweimal bei ca. 1,8 MB die Leitung zusammenbrach. Es verging also mehr also knapp ein ganzer Tag als ich endlich diesen dicken Datenbrocken auf meinem Rechner hatte!

Ein Upgrade in der Größe wie das auf Windows 8.1 – das würde ich vermutlich heute noch nicht beendet haben.

Klar – unsere Rechner und Speicher können diese Daten ab – doch es zeigt auch die Gefahr: denn je mehr Einser und Nullen das System verarbeiten muss, umso größer ist die Gefahr, dass da mal irgendwann etwas nicht mehr stimmt – und während früher noch der Programmierer seinen Programmcode fast auswendig wusste, blickt heute niemand mehr wirklich durch, was sich da in diesen gigantischen Datenpaketen befindet.

Das macht zwar unserer modernen Systeme schick – bunt und anwenderfreundlich – aber im Endeffekt auch extrem störanfällig.

Wenn geben genauso unselig wie nehmen ist!

Sofern eine fremde Person vor der Haustür steht und die mir plötzlich gratis den Teppich saugen möchte oder mir eine Zeitschrift oder Zeitung schenken will, lehne ich dankend ab.

Bekomme ich am Telefon mitgeteilt, dass ich bei einem Preisausschreiben gewonnen habe, an dem ich nicht teilgenommen habe, lege ich danken auf.

Selbstverständlich nehme ich auch an keiner Gratisbusfahrt mit Kaffeenachmittag teil.

Warum?

Weil mir die Erfahrung gelehrt hat, dass es nicht umsonst gibt und an den ganzen Geschenken ein mehr als großer Haken ist.

Aus diesem Grunde macht es mich auch mehr als misstrauisch, warum Microsoft das Flaggschiff unter den Textverarbeitungen nun gratis verteilt. Okay – nur in abgespeckter Version und auch mit Werbung behaftet, so ist doch Word und Excel als Starter-Paket für Windows und sogar als als Ipad App gratis beziehbar.

Irgendetwas führen die Jungs des Softwareriesen im Schilde und ich bin gespannt, was das ist.

Erinnert Sie mich bitte daran, wenn hierzu in einiger Zeit die ersten wahren Hintergründe erkennbar sind.

Apropos Flaggschiff:

Die neuen US-Zerstörer der Zumwalt-Klasse (welche die USA derzeit zum Stückpreis von 3 Milliarden US-Dollar bauen lässt) werden mit 16 IBM-Blade-Servern betrieben, die als Betriebssystem Red-Hat-Linux nutzen.

Klar, warum da kein Windows zum Einsatz kommt: wäre schon peinlich, wenn man vor der Krim auf und ab schippert und dann im entscheidenden Moment nicht eingreifen kann, weil gerade der Patchday-Dienstag das System blockiert!

Oder durch den Tausch eines defekten Mainboards die Lizenz nicht mehr gültig ist – eine Systemwiederherstellung auch nichts gebracht hat und keine Installations-DVD vorhanden ist, weil Microsoft eine solche nicht zur Verfügung stellt.

Ganz klar: das amerikanische Militär hat (im Gegensatz zu vielen anderen Firmen) seine Hausaufgaben gemacht und umgeht Windows. So wie auch Autohersteller Ford – ein ebenfalls amerikanischen Unternehmen, das seine bisher auf Windows basierenden Multimedia-Komponenten auf QNX umstellt.

Leider spielen die anderen Nutzer weitgehend Mücken im Schwarm, die auf das Licht zu fliegen, weil sie es einfach nicht anders gelernt habe.

Nach dem verschlimmbesserten Windows 7 Weiterentwicklung, die unter der Bezeichnung Windows 8 im Umlauf ist, warten nun viel Anwender wie auch Unternehmen auf das so toll angepriesene Windows 9.

Im Grunde eine geschickte Marketing-Strategie: Führe ein OS ein, dass den Leuten nicht gefällt – kündige eine neue (und bessere) Version an und stelle für die alte (und bessere) Version den Support ein. Schon kann es die Mehrzahl der Nutzer nicht erwarten, bis man das neue Release nutzen darf.

Obama´s Armee und Ford – die haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Der große Rest freut sich weiterhin über Gratis-Produkte made by Microsoft!

Ein völlig offensichtlich nicht intelligentes Konzept

Sie lassen ein Haus durch die Firma Macrohard bauen. Nach unzähligen Nachbesserungen übernehmen Sie das Gebäude und nach weiteren fast 300 Mängelbehebungen bekommen Sie mitgeteilt:

„Wir empfehlen Ihnen einen Neubau von uns zu erwerben, da wir für den maroden alten Bau nur noch bis maximal 2020 Instandsetzungsarbeiten leisten werden!“

Natürlich gibt es ist das neue Gebäude zu einem reduzierten Preis und ebenso natürlich ist es mangelbehaftet – doch prima, die Gewährleistung ist länger für die erforderlichen Nachbesserungen auf die Sie angewiesen sind.

Die unschön gekachelte Außenfassade, kann man selbst mit Hilfsmitteln wieder entfernen.

Und weil das Ganze so herrlich unangenehm ist, nehmen Sie Sie sich vor, den Bau einer Tiefgarage von dem gleichen Unternehmen durchführen zu lassen – damit Bauart und die Fehler wenigstens von gleicher Herkunft sind.

Sie meinen, dass so was nicht passieren kann?

Bei Ihnen und beim Hausbau vermutlich nicht – aber bei Firmen und beim Betriebssystem Windows schon!

So wursteln Unternehmen jahrelang mit Unzulässigkeiten von Microsoft Windows herum und offiziell – wegen eines einheitlichen „Look & Feel“ (und vermutlich ein paar Ersparnissen auf dem Papier) – wird ernsthaft in Erwägung gezogen, dieses Flickwerk von einem Betriebssystem auch fortan auf den Smartphones der Mitarbeiter einzusetzen.

Stimmt – ist schon ein Mehrwert, wenn ich Office auf ein Smartphone zwänge und dann 10 Prozent von den 5 Prozent der Features nutzen kann, die ich am Firmenrechner verwende!

Hand auf´s Herz:

Ich baue mir doch auch keine Badewanne in mein Kfz ein, nur damit ich mich dort wie zu Hause fühlen kann!

Ein Kabarettist meinte einmal:

„Drücke deine Nase fest auf eine heiße Herdplatte – dann kannst du riechen wie blöd du bist!“

Dieser Selbsttest ist natürlich zum Scheitern ausgelegt, wenn der Softwareriese Nasenklammern gratis verteilt.

Sie denken: „Wahnsinn!“ ?

Ich auch!