Seh- und andere Schwächen

Im Fernsehen versucht uns seit ein paar Wochen ein Hersteller in seiner Werbung die Geruchsblindheit von Menschen zu vermitteln. Dabei wissen wir alle: wenn man Geruch bereits sehen kann (beispielsweise durch Schweißränder an Hemden), dann redet man nicht mehr von Geruch sondern von Gestank. Früher wurden solche Personen als Ferkel bezeichnet. Die hatten natürlich auch nichts mit Schweinen gemeinsam, reduziert man das Ganze auf die biologische Zusammensetzung. Wenn also die Nase laufen kann und die Füße riechen, wieso sollte da nicht auch eine Sehschwäche der Nase denkbar sein?

Vielleicht ist das entsprechende Geruchsvernichterspray bald auch schon bei Optikern wie Apollo oder Fielmann erhältlich.

Doch nicht nur die Werbung denkt sich solche Worte aus.

Es gibt die Takttaubheit – auch Amusie benannt. Da kann man zwar so weit alles hören, doch das Schlagen eines Taktes gelingt nicht. Ich halte Frau Angela Merkel für solch eine Amusie-Kandidaten.

Oder die Gesichtsblindheit (Prosopagnosie), die nichts mit unansehnlichen Gesichtzügen zu tun hat, sondern darunter leidende Menschen können Personen nicht oder nur sehr schwer unterscheiden.

Angeblich wären bis zu 2,5 Prozent der Weltbevölkerung davon betroffen. Hier vermute ich, dass man in Beverly Hills die Versuchsreihe gestartet und dann auf die Weltbevölkerung hochgerechnet hat. Da scheint mir jedoch der Krankheitsgrund ein anderer zu sein: eine Schönheitschirurgie-Blindheit. Sich ein Gesicht von der Stange operieren zu lassen, gehört doch dort schon zum guten Ton.

Oder die Tester haben Leute wie einen früheren Nachbarn von mir gefragt. Für den sahen alle ‚Schlitzaugen‘ (=Asiaten) gleich aus. Das war jedoch mehr eine Intellekt-Taubheit.

Abwarten was als nächstes Kunstwort uns serviert wird. Sollten Sie demnächst auf einen geruchsblinden Typ stoßen, dann fordern sie ihn energisch: „Reinige mal dich (oder was auch immer)!“

Mit etwas Glück können Sie einem Blinden sein Nasenlicht zurückgeben und ihrer Heiligsprechung steht durch solch ein Wunder nichts mehr im Wege.

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Wunder der Microsoft Welt

Dass man die aktuelle Spielekonsole von Microsoft knacken kann, daran habe ich nicht gezweifelt. Dass das jedoch ein 5-jähriger geschafft haben soll, das tue ich in der Tat.

Mein erster Gedanke, als ich das hörte: „Da muss dem Kind doch jemand geholfen haben?“

Wie durch Zufall taucht da ein Vater auf, der in der Computerbranche aktiv ist.

Lassen wir dieses „Wunder“ einfach einmal wie es sich präsentiert.

 

Heute stellt Microsoft den Support für das Betriebssystem XP ein. Dass man das tun würde, daran habe ich nicht gezweifelt.

Mein erster Gedanke, als ich das hörte, dass noch ca. ein Drittel aller aktiven Computer XP nutzen: „Das Betriebssystem ist einfach ohne Gewalt nicht kaputt zu kriegen, also wird nachgeholfen werden müssen!“

Wie durch ein Zufall taucht Microsoft mit der Ankündigung auf, dass man den Support am 8.4.14 endgültig einstellt.

Wenn die Anwender nicht freiwillig ein neues Produkt kaufen wollen, dann zwingt man sie eben durch Isolation dazu.

Sobald die Restbestände von Windows 7 von den Anwendern aufgekauft wurden, kann rechtzeitig noch Windows 8 einen Schub erleben, bevor sich dann die breite Masse den Umstieg auf Windows 9 herbeisehnt.

Lassen wir dieses „Wunder“ einfach einmal wie es sich präsentiert.

 

Mit Windows 8 führte Microsoft die Kacheln auf dem Computer ein; so nötig wie Kufen an einem Auto im Rhein-Main-Gebiet. Auch wenn das Argument: „Damit die, die gerne Schlitten fahren einen einheitlichen Look & Feel haben!“ auf den ersten Blick schon recht triftig wirkt.

Mein erster Gedanke als ich das beim Netbook meiner Frau erleben „durfte“: „Das kann nicht wirklich bei den Nutzern ankommen?“

Wie durch Zufall kündigt Microsoft für das nächste Upgrade von 8.1 (ich vermute einmal, dass es dann 8.2. heißt) die (Ab-)Wahlmöglichkeit an.

Die Option des Abschalten einer nicht geforderten neuen Funktion wird damit zum Feature.

Lassen wir dieses „Wunder“ einfach einmal wie es sich präsentiert.

Und wundern uns, was man uns noch so in Zukunft präsentieren wird.

Microsoft überlegt, das mobile Betriebssystem bis zu einer gewissen Bildschirmdiagonale gratis zu verteilen.

Mein erster Gedanke: „Mit Schnäppchen den Kunden ins Geschäft locken und dann mit anderen Produkten abzocken!“ Bei einem Gratis-Produkt ist der Kunde bereit, dass es beispielweise diese Kacheln gibt und manche Abläufe sehr gewöhnungsbedürftig sind.

Hat sich dann der Bedürftige erst gewöhnt, dann sind all die Holpersteine mittlerweile Feature und spätestens mit Windows 10 freut er sich nicht nur über Kacheln sowie andere Windows-Eigenheiten: er fordert und erwartet diese!

Kacheln auf der Workstation, Kacheln auf dem Tablet – Kacheln auf dem Handy – selbst in der Wohnung fühlt sich der Anwender im Bad am wohlsten, weil da überall Kacheln sind.

Lassen wir dieses „Wunder“ einfach einmal wie es sich präsentiert.