Dünkel um Dinkel

Dinkel wird gerne als ursprünglich und gesund beworben. Zudem ist dieser viel besser zu verdauen als der in Kritik stehende Weizen.

Jetzt musste ich erfahren, dass es überhaupt kein Ur-Dinkel gibt, sondern das Getreide sogar ein enger Verwandter des Weizens ist und es hier auch noch unzählige genetische Kreuzungen miteinander gibt.

Des Rätsels Lösung, so die Forscher: Teigwaren die mit Dinkel zubereitet werden, benötigen eine längere Zubereitungszeit. Hier kann nicht durch chemische Zusätze die Reifung beschleunigt werden. Dadurch werden beispielsweise Dinkel-Brötchen nicht nur teurer sondern auch bekömmlicher.

Im Grunde ist also nicht der Weizen das Problem, sondern die Art der heutigen, meist industriellen, Zubereitung.

Okay – einem Vorwurf kann sich dieses Getreide nicht entziehen: wäre es heikler, wie der Dinkel, würde es nicht die Möglichkeit geben, Fastfood-Teigwaren zu produzieren!

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