Das deutsche Schnell

Wir sehen es am BER, Stuttgart 21 oder einfach solchen Baustellen wie die Salzbachtalbrücke der A66 bei Wiesbaden: Schnell geht anders!

Jetzt soll „umgehend“ ein SMS-Warnsystem für bzw. Katastrophen auf den Weg gebracht werden.

Zur Kenntnis: seit 30 Jahren gibt es diese Technik schon, sie wird in vielen Ländern schon erfolgreich eingesetzt und eigentlich wäre Deutschland sogar verpflichtet, aufgrund einer EU-Resolution, dieses sogenannte Cell-Broadcasting bereits eingerichtet zu haben. Offenbar gab es jedoch bisher vertragliche Schlupflöcher, wieso die Forderung nicht umgesetzt werden musste.

Wer nun denkt: „Prima, dann werden wir für die Herbststürme dieses Jahres dieses Feature haben!“, der wird enttäuscht. Wir sind in Deutschland! In schätzungsweise 1 bis 1-1/2 Jahren könnte mit der Einführung gerechnet werden und für die Menschen, die lieber schätzen wie rechnen: das wird nicht vor 2023, und somit diverse Unwetter später, erst in Betrieb gehen.

Man müsse zunächst einmal mit den Providern reden, dann Konzepte erstellen, den Datenschutz und andere rechtliche Dinge prüfen. Würde mich nicht wundern, wenn die Vereinigung deutscher Bestatter Klage erhebt, weil man massive Einnahmeausfälle befürchtet. Womöglich ist auch noch beim Verfassungsgericht zu klären, ob überhaupt unaufgefordert gewarnt werden darf und sich nicht manch Bürger*in in der Freiheit eingeschränkt fühlt. Nach dem Impfwilligen bedarf es nun des Informierwilligen.

Klingt alles schräg und ist es auch!

Lockdown

Es gibt aktuell Wörter, wie Lockdown, Pandemie, Corona, Inzidenz und Impfstoff-Problematik, die inflationär häufig eingesetzt werden. Doch trotzdem werde nun auch ich eines davon nutzen.

Was hat der Frühling mit Deutschland gemeinsam?

Beide befinden sich im Lockdown!

Immer, wenn ich denke, dass es zu einer klimatischen Lockerung kommt und man nicht nur raus darf sondern dies auch möchte, wird es ungemütlich. Da bleibt wenig Spielraum für Frühlingsgefühle.

Die alte volkstümliche Regelung, Winterreifen von O bis O zu nutzen, sollte neu definiert werden: statt von Ostern bis Oktober, von FrOnleichnam bis SpätsOmmer.

Zwei Jahreszeiten sind dieses Jahr, zumindest weitgehend, ausgefallen: Fastnacht sowie der Frühling. Die sogenannte 5te Jahreszeit des närrischen Treibens hat zwar ab 11.11.2021 wieder eine theoretische Chance, jedoch befinden wir uns da vermutlich in der 4ten Pandemie-Welle und mit rund 20% geimpften Bürgern auch noch fernab einer Herden-Immunität. Doch hier tut sich aktuell seitens der neuen Regierung wenig, weil auch da erst eine passende Herdenbildung erfolgen muss und jeder Politiker zunächst einmal in Erfahrung zu bringen hat, für was er künftig appellieren darf und gegen was protestieren soll.

Der Winter, dem direkt ein Sommer folgte, wird den Versuch starten, auch den Herbst arbeitslos zu machen, während Statistiker gefordert sind, die realen Arbeitslosenzahlen so aufzubereiten, dass die Bevölkerung nicht in Panik gerät. Getreu dem Motto: Der größte Mist dient immer noch als Dung!

Es werden also interessante drei Quartale in 2021 und ich wünsche mir, dass wir diese gemeinsam in Wohlbefinden und Gesundheit überstehen!

Nachweihnachtliche Wehen

Weihnachten gut überstanden? Eine eventuelle Beziehung bze. Partnerschaft hat es überlebt?

Diese Fragen klingen schräg, haben jedoch einen äußerst geraden Hintergrund.

Weihnachten wünschen wir uns meist besinnlich, in behaglicher Umgebung und da bekanntlich nichts von Nichts kommt, führt das gerne zu Stress und Ärger. Anders ausgedrückt: Weihnachten in der Fantasie im Advent, weicht oft erheblich von der tatsächlich eintreffenden Realität ab.

So habe ich den ersten Heilig Abend mit meiner Frau in der Notaufnahme einer Klinik verbracht. Dieses Jahr war ich dran, einen Tag zuvor. Mit einer Orthese am Bein auf den Weihnachtsbaum zu blicken, das hatte ich mir im Vorfeld nicht erträumt.

Ich zog Bilanz…

Wir hatten es geschafft und saßen vor dem brennenden Kaminofen. Es roch mehr nach einbrennendem Lack der Kaminrohre, statt nach Holz. Überhaupt erinnerte alles an eine Filmkulisse: das Wohnzimmer toll, dahinter der Flur noch in echter Rohbau-Optik. Die Küche, ein Raum der nur entfernt an das erinnert, was wir in Deutschland von und in einer Küche erwarten.

Das geplante Käsefondue fiel aus. Die Zutaten waren zwar da, aber das Equipment fehlte.

Diverse kleinere Verletzungen, Schnitt- sowie Schürfwunden und eine leichte Gehirnerschütterung waren überstanden. Die Bänderdehnung wird mich wohl noch länger einschränken. Mal sehen, was 2021 noch für Verletzungen mit sich bringen wird, wenn ein IT’ler weiterhin versucht, sich als Handwerker zu betätigten. Mein Respekt und die Anerkennung für diesen Berufszweig ist jedenfalls extrem gewachsen.

Also dann… nach dem Auspacken der Geschenke, packen wir es nun an, damit es ein gutes sowie gesundes 2021 wird. Ich hoffe, das tun Sie auch! Meine besten Wünsche begleiten Sie dabei.

Ärger auf den zweiten Blick

Was haben die Anschaffung einer neuen Beziehung und einem alten Haus gemeinsam?

Zunächst ist man verliebt. Es ist einem bewußt, dass es Arbeit bedeutet. Doch schon rasch wird einem klar: das wird aufwändiger sowie anstrengender als gedacht.

Ich befinde mich aktuell in solch einer Situation. Die alte Dame, die meine Frau und ich beziehen wollen, ist immer wieder für eine Überraschung gut und diese sind – eindeutig weniger überraschend – stets mit noch mehr Investitionen an Zeit und Geld verbunden.

Das ist auch der Grund warum Abends meine Arme und Beine weich sind sowie mein Hirn. Ich will nur noch in die Horizontale und da eine Position finden, die möglichst wenig schmerzhaft ist.

Also seid nicht böse, wenn ich derzeit hier mit Inaktivität glänze. Es kommen bessere Zeiten, bei mir auch ohne Impfstoff.

Euch wünsche ich schöne Feiertage und bleibt mir gesund bzw. werdet es im Bedarfsfall.

XXL-Grüße

vom Bönschi

Quo wasis?

Der Karikaturist überzeichnet eine Szene oder ein Objekt und gibt damit einer Situation eine humorvolle Note.

Ich versuche im Grunde das Gleiche, jedoch nur mit Worten.

Was aber tun, wenn sich das reale Leben schon selbst zu einer Überzeichnung wandelt?

Da gibt es Politiker an der Macht, mit Charakteren, die ich mir in meiner krudesten Fantasie nicht hätte ausdenken können. Oder Verschwörungstheorien, die so albern und abartig sind, dass ich da keinen mehr „oben drauf setzen“ vermag.

Oder nehmen wie die Krankheit mit dem C.: Was ist wichtiger? Das Recht der freien Entfaltung des Einzelnen oder der Schutz des Lebens? Natürlich sterben wir alle einmal, aber es gibt vermutlich wenige, die gerne früher als unbedingt nötig abtreten mögen.

Wie sozial sind wir wirklich, wenn es uns persönlich betrifft? Würden wir auf Maske verzichten, wenn das die Erkrankung des Partners zur Folge hat? Würden wir Flüchtlinge human bei uns Leben lassen wollen, wenn wir dafür 10 Prozent Sondersteuer zahlen müssten?

Es ist verständlich, dass der Mensch, der im Gestank und Lärm einer Durchgangsstraße wohnt, für den Bau einer Umgehungsstraße ist. Wen es nicht betrifft, sieht da lieber die Umwelt geschützt. Würden beide Seiten aber auf das Auto verzichten wollen, um als gutes Beispiel voran zu gehen? Macht es Sinn, 70 Autos in Gießen mit Lack zu besprühen, als Protest gegen einen Ausbau einer Autobahn? Positiv dürften diese Aktion nur die Lackierereien sehen, auf die nun 70 neue Kunden warten.

Wir arbeiten an der Achtung der geschlechtlichen Diversität, aber offenbar immer weniger an die der Meinungsvielfalt!

In meiner Jugend war man mutig, wenn man beim Pfarrer im Garten auf den Kirschbaum kletterte und von den Früchten klaute. Heute geht das viel einfacher. Poste im Netz einen markanten Satz wie: “Ich bin gegen e-Mobilität!“

Hast Du dann keine Fans und parallel dazu einen Schittstorm entfacht, dann bist Du der Armin meiner Kindheit. Mit dem wollte auch niemand was zu tun haben.

Moderne Anrede

Liebe Menschen!

Diese Anrede soll vermutlich das bisherige „Sehr geehrte Damen und Herren“ ersetzen, um der Diversität ebenfalls Raum zu geben.

So weit so gut, aber spätestens wenn sich die ersten Außerirdischen unter uns befinden, werden sich Diese ausgegrenzt fühlen.

Liebe Lebewesen! – Diese Anrede böte sich an, sofern wir nicht eines Tages entdecken, dass es Intelligenz auch ohne Leben in der uns bekannten Form gibt.

Mein Vorschlag lautet daher, für eine perfekte sowie zukunftssichere Anrede: Hey!

Hey,

ich habe lange nichts mehr geschrieben. Warum das so ist, darüber berichte ich beim nächsten Mal!

XXL-Grüße

Ihr Bönschi

Eros ohne Rammazotti

Mitarbeiter des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden werden sich verdutzt die Augen reiben, wenn plötzlich der Vorname „Max“ im Ranking der beliebtesten Vornamen Deutschlands ganz nach vorne schnellt und noch 
mehr wird es überraschen, dass es sich nicht um Neugeburten handelt und 
alle den Nachnamen „Mustermann“ tragen. 

Tiefere Recherchen werden dann ergeben: nahezu alle Personen haben ihren sexuellen Drang im Rotlicht-Milieu gestillt; die persönlichen Daten 
wurden dort im Zuge der Corona-Restriktionen erfasst. 

Überhaupt wird sich die Erotik-Branche enorm ändern, wenn sie wieder 
offiziell ihren Betrieb aufnehmen kann. Liebhaber der Geselligkeit, 
werden enttäuscht sein: Gangbangs sind verboten und swingen mit einer 
Person, ist absolut langweilig. Das können die meisten Max’se in den 
heimischen Wänden erleben. 

Durch die Abstandsregelungen bekommt eine sexuelle Tätigkeit eine völlig 
neue Form der Ausübung: das Blasen! Die Überwindung des Schluckreflexes 
ist bei den Damen nicht mehr relevant, jedoch kräftige Lungen sind 
vorteilhaft. 

Am wenigstens Änderung wird die Latex-Szene erfahren. Im Gegenteil: aus 
einem Fetisch, der bis dato bei vielen Menschen nur Unverständnis 
weckte, wird ein gesundheitliches Vorzeigeprojekt. Jetzt nur noch eine 
Schutzmaske über die wenigen freien Öffnungen im Gesicht (Nase und Mund) 
und der Corona-Schutz ist vorbildlich.Wenn dann noch auf dem 
Latex-Overall ein Aufdruck prangt: „Hergestellt aus 100% recyceltem 
Kunststoff, geschirrspülmaschinenfest bis 90 Grad“, dann wurde alles 
richtig gemacht und der Lust ohne Reue, steht nichts mehr im Weg. 

Leck Dicb

Jetzt ist wieder Lecken-Leid!

Nein, ich habe kein Problem mit dem Z auf der Tastatur, obwohl wir uns auch in der Zecken-Zeit befinden.

Wenn ich mit Maske in die Eisdiele gehe, beginnt das Dilemma: mein Portemonnaie ist wesentlich schlanker als ich. Also was tun? Zwei Bällchen nehmen oder doch drei?

Ich erinnere mich an eine Zeit, wo die Eiskugel umgerechnet 5 Cent kostete. Damals hätte ich für 3,60 Euro satte 72 Bällchen bekommen und damit die komplette Nachbarschaft mit Eiscreme versorgen können.

Dieser Gedanke bremst mich und ich überlege, die Eisdiele gänzlich ohne einen Einkauf zu verlassen. Doch ich habe zu lange in der Schlange gestanden und ich entscheide: Ich gönne mir 2 Kugeln!

Doch schon wird es erneut problematisch für mich, denn welche zwei Sorten wähle ich aus dem riesigen Sortiment? Auch das war in meiner Jugend wesentlich einfacher. Es gab nämlich nur Schokolade, Vanille, Erdbeer und Zitrone. Für 40 Pfennig, ca. 20 Cent, hätte ich mich durch das komplette Sortiment gefuttert. Heute würde mir eine solche Aktion, die Figur, den Magen und mich finanziell ruinieren. Vielleicht sollte ich aber noch erwähnen. Bei 20 Pfennig Taschengeld die Woche, hätte ich für eine Rundumverkostung auch erst einen halben Monat sparen müssen.

Kurze Zeit später: ich habe die Wahl getroffen, nuschle meinen Wunsch durch das Textil in meinem Gesicht und verlasse kurz darauf die Eisdiele, um vor dem nächsten Problem zu stehen: ich muss 50 Meter Leck-Distanz einhalten. Gehe ich in die eine Richtung, kreuze ich jedoch den nächsten Eisladen. Bis ich in der Hitze auch an diesem vorbei bin, ist schon ein Teil meines Erwerbs zerschmolzen und an der Waffel herab auf den Gehweg getropft. Schlage ich die andere Richtung ein, kollidiere ich mit zwei Restaurants mit Außengastronomie, bei denen es Eis auf der Karte gibt. Muss ich dann auch dort die 50 Meter Entfernung wahren?

Ich entschließe mich zu zwei Dingen: Erstens, ich riskieren es und beginne dort meine sehr cremig gewordene Eiscreme zu verzehren und zweitens, entscheide ich mich dazu, vorerst mein Eis nur noch im Supermarkt zu beziehen.

Neue Ansichten

Wenngleich das Wetter aktuell nicht den Eindruck erweckt: es ist wieder die Zeit, wo Zecken ihr Unwesen treiben. Wer schon länger meinen Blog liest, weiß: ich kann den Viechern nichts abgewinnen und hielt sie immer für einen Beweis, dass die Evolution auch Nichtsnutze überleben lässt.

Mein Hund trägt deshalb ein Zeckenband und ich verzehre besonders viel gesunden Knoblauch, weil der nicht nur gut schmeckt; er hält mir Menschen wie auch Zecken auf Distanz.

Doch jetzt musste ich erfahren, dass ich im Irrtum bin und selbst diese verhassten Blutsauger nützlich sind. Sie produzieren Zement!

Bevor Sie jetzt hoffen, den Bau eines Hauses mit Öko-Zement aus der Zeckenzucht vornehmen können: es ist eine Substanz an der unsere Medizin interessiert ist, als Klebstoff in der Chirurgie.

Es könnte also durchaus der Tag kommen, wo ich aus Dank für meine ordentlich verklebte Kunsthüfte den Hund ohne Zeckenband laufen lasse und ich, zum Tierwohl, meinen Knoblauchverzehr drastisch senken werde. 🤞

aufREGENd

Da gehe ich gestern mit dem Hund Gassi und werde plötzlich feucht besprüht.

Als Teil der Krone der Schöpfung habe ich natürlich in Windeseile die Möglichkeiten abgewägt: Treibstoff von einem landenden Flugzeug konnte es nicht sein. Zum einen war aktuell keines in der Nähe und zum anderen roch es nicht nach Kerosin. Feuchte Aussprache fiel auch aus, denn ich war allein und nein, ich habe nicht mich laut mit mir selbst unterhalten. Was also war diese merkwürdige Flüssigkeit die da klar und geruchlos meinen Körper benetzte?

Als moderner Mensch hatte ich mein Handy dabei und da ich wegen Corona zum Zwangsarrest daheim verdonnert wurde, auch Internetempfang. Also gleich mal in Google „Wasser von oben“ eingegeben.

Nach einigen Seiten, unter anderem mit Kauftipps bei Amazon, wurde ich fündig. Das von da Oben, das war Regen!!!

Jetzt konnte ich mich erinnern. In meiner Jugend gab es fast das ganze Jahr davon und besonders viel, wenn wir Ferien hatten und noch mehr im Urlaub.

Da soll noch jemand sagen, dass es in Zeiten von Corona-Einschränkungen nicht auch neue Dinge zu entdecken gibt.

😁