Ja, ich will nicht!

Geht es nur mir so und im Grunde kompensiere ich lediglich die eigene Angst, altersbedingt irgendwann entmündigt zu werden? Ich reagiere jedenfalls genervt und sehr dünnhäutig auf nachfolgend Szenarien:

Irgendwie habe ich es immer wieder geschafft, dass der/die Google Assistent*in auf meinem Handy startet und mir Hilfe anbietet. Support, den ich nicht benötige und erst Recht nicht von einer neugierigen KI. Mir wäre es schon eine Hilfe, wenn ich während einer Aktion nicht durch vermeintliche Hilfsbereitschaft gestört werde.

Nachdem mir seitens Google-Assistent*in die Hilfe verweigert würde, mir keine Hilfe mehr anzubieten, habe ich erzürnt das Modul deaktiviert (löschen funktionierte nicht). Das hat er/sie davon!

Tags darauf bekam ich die Meldung, mein Assistent sei deaktiviert, ich könnte ihn jedoch jetzt aktivieren. Das habe ich verneint und bekomme nun täglich mindestens einmal die Frage, ob ich nicht diesen Zustand ändern möchte.

Ich suche nach einer: „Nein, ich will weder heute noch in absehbarer Zukunft diesen Assistent“-Taste, doch die gibt es leider nicht.

Ähnlich meine Mail-App. Ich will nicht über jede eingehende Mail informiert werden, deshalb habe ich die Benachrichtigungen deaktiviert. Seitdem erhalte ich permanent den Hinweis, meine Mail-Benachrichtigungen seien deaktiviert und ob ich das wirklich so will. Ohne „Ja und zwar für immer!“-Option.

Wie oft bekomme ich bei meiner Auswahl in den Apps die Varianten: *Ja* oder *später* – die Möglichkeit eines *Nein* wird mir gar nicht erst angeboten.

Das zeigt doch ganz deutlich, dass man mir ein verantwortungsvolles Entscheiden nicht zutraut.

Ich würde zu gerne einmal so eine Auswahl so eingeben, wie es die Programmierung wünscht. Ganz sicherlich werde ich anschließend nicht täglich daran erinnert, eine Abschaltmöglichkeit zu haben. Und wenn dann würde bei den Deaktivierungs-Option garantiert stehen: *Nein* – *Vielleicht später*

So, fanden Sie diesen Blogeintrag gut oder richtig gut? Dann antworten Sie mit *Ja* oder *Absolut* 🤓

Boom-bastic

Ich gehöre zu den Baby-Boomern! Das sind Menschen aus den Jahrgängen, wo sich besonders reichlich fortgepflanzt wurde.

Vermutliche Gründe: es gab nur wenige TV-Kanäle, das oft langweilige Programm in Schwarz-Weiß, wegen der mangelnden Qualität des Röhrenfernseher auch anstrengend zuzuschauen und da das Internet noch nicht erfunden war; damit noch eine Smartphone freie Zeit herrschte. Mag auch daran liegen, dass sich damals so manche Person in einen bekifften Zustand versetzt und spätestens dann dem Statement „make love, not war“ voll gewidmet hat.


Für junge Menschen heutzutage oftmals nicht vorstellbar: wir mussten beim Sex noch verhüten, damit wir nicht ungewollt Schwangerschaften erzeugten!!! Heute gibt es Elternzeit und immer mehr Personen nehmen Präparate zu sich, um diese möglichst auch wahrnehmen zu können.

Natürlich waren wir jungen Männer einst so scharf und potent, dass die Mädels ängstlich schreiend wegliefen, wenn wir uns ihnen am Strand (in knapper Badehose) näherten. Zumindest wüsste ich keinen anderen Grund dafür.

Eine mögliche Ursache, warum es heutzutage mit der Fortpflanzung nicht so recht klappen will, ist womöglich auch der Pornografie geschuldet. Wir wurden einst in der Schule aufgeklärt und wussten, dass unser kleines Rundes in das ebenfalls kleine Runde (und nicht Eckige, wie beim Fußball) musste. Als Hilfe war das angestrebte Ziel von Haaren umsäumt. Die Erotikbranche lässt die jungen Menschen heute glauben, dass Verkehr mit einem Penis unter 20 Zentimeter Länge nicht möglich ist und man mindesten zu Dritt oder mit einer noch höheren Anzahl an Personen aktiv sein muss. Mit einer Dauererrektion ackert man sich in allen Öffnungen der Sexual-Partner*innen ab, bevor man dann (bevorzugt ins Gesicht) ejakuliert. So lässt sich natürlich ganz schwer Nachwuchs zeugen. Die erotischen Hilfsmittel auf dem Markt mögen vielleicht den Spaß am Sex steigern (unser Höhepunkt einst war es, einen Höhepunkt und damit Spaß zu haben), doch es erhöht vielleicht den Strom- sowie Kunststoffverbrauch, jedoch nicht die Chance auf einen neues Baby-Bööömchen.


Wenn wir uns in meiner Jugend kennenlernten, dann bestand auch die Gefahr, dass das Gegenüber -bei Tageslicht und nüchtern- optisch nicht mehr ganz das Gesehene vom Vorabend darstellte. Doch meist hielten sich die Abweichungen in Grenzen. Wer dicke Lippen hatte oder diese einst riskierte, der hatte sie und die waren nicht aufgespritzt. Körper zeigten sich an vielen Stellen behaart und weibliche Brüste entweder klein oder groß, aber in jedem Fall eines: echt! Botox war damals noch das, was es eigentlich ist: ein Nervengift und damit für den Körper für die Füße – also keinesfalls für’s Gesicht. Photoshop, das war vor rund 60 Jahren noch ein Laden, wo man seine Bilder und Dias entwickeln lassen konnte. Damals erschrak man zeitweilig, was sich da auf dem Fotopapier zeigte. Heutzutage erschrickt man, wenn man nach einem digitalen Foto die Realität erblickt. Wahre Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, sondern eindeutig in dem, was betrachtet wird.


Wir aßen Negerkussbrötchen oder Zigeunerschnitzel und waren trotzdem (meist) keine Rassisten.
Wir arbeiteten 40 und mehr Jahre, zahlten in die Rentenkasse ein und besitzen heute keinen Skrupel, daraus auch bedient zu werden.

Wir Baby-Boomer haben auch noch reichlich Blut gespendet, jetzt müssen wir damit leben, dass es weniger Spender*innen gibt. Zum Teil, weil es weniger Nachwuchs gibt der noch Nachwuchs produziert und zum anderen Teil, weil dieser Rest sich weniger spendabel zeigt.

Kurzum: ich bin stolz einer von den Baby-Boomern zu sein!

Diäten-Beratung

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich beruflich zu verändern, dann lassen Sie sich nicht aufhalten. Während ich, 2009/2010 noch 256 Bewerbungen verschickt habe und dann schließlich einen IT-Job annahm den keiner wollte, vor allem nicht für den Hungerlohn, betteln die Firmen aktuell nahezu um Fachkräfte. Selbst mir schicken sie noch ständig Angebote zu, die mir die Tränen kommen lassen. Für das Gehalt wäre ich vor knapp 15 Jahren notfalls nackt zur Arbeit gefahren.

Falls Sie sich jetzt irritiert fragen, was das mit einer Diät-Beratung zu tun hat, dann bitte ich kurz noch um Geduld.

Denn auch die Politik liefert Möglichkeiten als Quereinsteiger*in. Werden Sie Mitglied einer Partei, lassen Sie sich zur Wahl aufstellen, gewinnen Sie diese mit wilden Versprechungen und haben Sie kein schlechtes Gewissen, die meisten davon nicht einhalten zu können. Zur Not waren es andere, die Sie bei Ihrem Vorhaben blockiert haben. Wenn doch etwas funktioniert, dann seien Sie nicht irritiert, lassen Sie sich stattdessen feiern.

Anschließend ist es kein weiter Weg mehr, als Abgeordnete*r eine stattliche staatliche Diät zu beziehen. Sollte Ihnen auch das nicht genügen und Ihr schauspielerisches Talent sich verbessert haben, dann steht Ihnen die die Möglichkeit offen, sich für ein Minister-Posten*in (oder so ähnlich geschrieben) zu bewerben.

Die aktuelle Situation hat allerdings gezeigt, dass die landläufige Meinung nicht immer zutreffend ist, dass die wichtigste Voraussetzung für die Bekleidung eines Ministeriums ist, sich in absoluter Unkenntnis zu befinden. Vorkenntnisse sind durchaus wünschenswert.

Auch hier möchte ich Ihnen mit Rat zur Seite stehen:

Sie möchten Nachfolger*in von Karl Lauterbach werden? Ideale Voraussetzung an Kenntnissen: Sie kamen in einer Klinik zur Welt und hatten womöglich auch schon einmal einen weiteren Aufenthalt. Gute Talk-Show-Präsenz ist hilfreich.

Verteidungsminister*in: Sie haben ihre Wehrpflicht bei der Bundeswehr absolviert. Ersatzdienstleister*innen können es alternativ im Gesundheits-Ministerium versuchen.

Alkoholiker*innen empfehle ich das Wirtschaftsministerium.

Meiner Frau und Menschen, die ähnlich sub-hyperaktiv sind, sollten sich für das Energie-Ministerium bewerben.

Wer Vorstand bei der Deutschen Bank war oder bei Wire-Card sowie einer der Bitcoin-Firmen, eignet sich ideal für das Finanzministerium. Auch geeignet sind ehemalige Briefbot*innen. Die Kennen sich mit Briefkästen und deren Firmen bestens aus.

Doch die breiteste Möglichkeit eine Regierungsposition zu ergattern, haben Personen, die an einer Hotel-Rezeption tätig waren oder sind. (Es sollte dann schon eine Herberge der edleren Kategorie sein, mit Hotel-Lobby.) Der Umgang mit Lobbyisten ist somit schon erlernt.

Für alle Ministerien und Ministerieninnen gilt: sollten Sie gewillt sein hinzulernen, dann wird das als besonders lobenswert erwähnt. Nicht, wie beispielsweise bei Handwerk & Industrie: wo das derzeit noch erwartet wird.

Ich hoffe, es war etwas interessantes für Sie dabei, bei meinen Vorschlägen, wie Sie künftig Diäten erhalten können. Und das Schöne dabei: Sie müssen nicht zwingend abnehmen und das was Sie sagen, Ihr Umfeld ebenfalls nicht! 🤭

Wegwerf-Zähler der Energie-Wende

Eigentlich ist mein Hauptbestreben, Euch mit meinen Texten immer wieder einmal ein Schmunzeln zu schenken. Doch es gibt zeitweilig Dinge von denen ich berichten möchte, die lediglich zum Kopfschütteln reichen.

Als wir unser altes Häuschen gekauft und unter anderem die Stromversorgung komplett erneuert haben, musste der bisherige Stromzähler weichen. Beachtliche 61 Jahre hatte er seinen Dienst verrichtet und war auch zum Zeitpunkt seiner Entsorgung noch voll funktionsfähig. Ein Stromzähler der künftigen Generation hätte in dieser Zeit seine 6te Auswechslung gerade hinter sich!

Ab 2032 soll nämlich Deutschland, im Rahmen der Energiewende, flächendeckend mit sogenannten „Smart Meter“ ausgestattet sein. Also Stromzähler, die nicht mehr vor Ort abgelesen werden müssen. Per Handy-App kann der Kunde seinen aktuellen Verbrauch ablesen oder was er gerade ins Netz einspeist. Sollte es irgendwann auch variable Tarife geben (so wie einst beim rabattierten Nachtstrom) kann beobachtet werden, ob der Zeitpunkt günstig ist, den Herd einzuschalten oder noch zu warten. Also ein Stromzähler to go.

Funfacts:

Der Zeitpunkt der abgeschlossenen Umstellung, 2032, steht fest.

Woher wir die immense Menge an neuen Zählern bekommen sollen, ist noch nicht geklärt.

Wer die Umrüstung durchführt und alle 12 Jahre den Austausch wie auch die Wartung, ist ebenfalls unklar. Vielleicht die bisherigen Stromableser und die Neueinbürgerungen?

Warum die Smart Meter nur eine Lebenserwartung von 12 Jahren haben und daher dann zwingend getauscht werden müssen? Keine Ahnung, aber für hochwertige Qualität spricht das nicht.

Stromzähler benötigen Strom für die Zählung. Dieser Verbrauch soll sich zum herkömmlichen Gerät verdreifachen. Da ist noch nicht der Energieaufwand berechnet, für die Nutzung der Handy-App. Energiewende mal ganz anders. 🥴

Die eigentliche Umrüstung soll den Privathaushalt mit maximal 20 Euro jährlich belasten. Den Rest trägt der Energieversorger. (Der die Mehrkosten natürlich über neue Tarife dann doch wieder auf sie Verbraucher umlegen wird oder glauben Sie noch an gute Feen?). 🤑

Welche Konsequenzen die Anbindung an das Internet haben wird, ist ebenfalls nicht geklärt. Durchaus möglich, dass Hacker uns dann damit drohen, unseren Stromverbrauch virtuell zu vervielfachen oder abzuschalten, wenn wir nicht auf die Lösegeld-Förderungen eingehen.

Ob wir dann, nach einem missglückten Update, dann zu unserem persönlichen Energie-Blackout kommen? Denkbar ist es!

Wem bringt das neue Energie-Wende-Projekt Vorteile? Der Natur bestimmt nichts. Wer dürfte es also erfunden haben? Die Schweizer sicherlich nicht. Es sei denn, die Energieversorger haben dort ihren Sitz.

Sie schütteln jetzt ungläubig den Kopf?

Ziel erreicht! 😆

Ghostwriter: Autokorrektur

Haben Sie auch gelegentlich einen dicken Hals, weil diese Autokorrektur am Handy Worte von Ihnen eigenständig umwandelt und erst nach dem Versenden, wenn überhaupt, erkennen Sie das Missgeschick?

Dieser Tage habe ich ein italienisches Nudelrezept versendet. Die Zubereitung wird wohl geschmacklich etwas vom Original abweichen, nachdem die Beigabe von 125 Gramm Dörrfleisch zu Dönerfleisch selbständig korrigiert wurde.

Oder neulich machte ich mir eine neue Feindin mit dem Satz: „Mit Deinem Verwesen beeindruckst Du Dein Umfeld!“ Aber warum soll es dieser Person besser gehen wie einer anderen, die -statt etwas zu kompensieren- dieses kompostieren?

Und wenn die Autokorrektur der Ansicht ist, dass eine Nachbarin viel fetter geworden sei, kann das eine positive gedachte Nettigkeit zu einer schriftlich fixierten Fettigkeit wandeln.

Absolut fatal war auch meine Aussage, dass ich seit Weihnachten mit Corinna im Bett liege. Irgendwie fast schon wieder schmeichelhaft, dass mir meine Tastatur eher eine Liebschaft wie Corona unterstellt.

Doch generell habe ich keine Ahnung was da meinem Handy zeitweilig für ein Laus über die Leiber läuft.

Teilweise wird die Texteingabe richtig zum zeitaufwendigen Kampf, wenn mir die KI meines Telefons mehrmals ein gewünschtes Wort in andere Richtung umwandelt. Ich gebe dann, als Klügerer(?), nach und benutze ein andere Umschreibung, soweit es meinen Wunsch-Sinn bewahrt.

Schlimm wird es, wenn die automatisiert eingefügten Wortvorschläge ganze Familien in Verruf bringen, weil aus einer nötigen Umschulung eine Umschuldung generiert wurde.

Auch der Wortwechsel von Schutz zum Schatz, kann fatale Folgen aufweisen und im Krisenfall sogar gefährlich werden: „Alle Mann zum Schutzbunker!“ wird als korrigiertes: „Alle Mann zum Schatz bunkern!“ total umgedreht.

Übrigens, schon aufgefallen? Es fand ein Jahreswechsel statt, doch die Porno-Kosten bleiben gleich… ich meine natürlich Porto. 🤓

Geographie aktualisiert

Ich glaube, ich bin da einer ganz großen Sache auf der Spur!

Sie denken doch sicher auch, Deutschland sei ein mächtiges EU-Land und die Spanier haben die Welteroberung eingestellt. Doch das sind offenbar Fake-News. Ich habe den Beweis und ich sage nur: Pylera.

Ist offiziell ein Antibiotikum aus Deutschland. Also was da eben üblicherweise sich noch Deutsch nennt: eventuell in Wiesbaden die Entwicklung und womöglich noch das Design der Verpackung entworfen. Die Wirkstoffe selbst werden sicherlich irgendwo preiswert im Ausland hergestellt und zusammengemischt.

Ich war also neugierig und entdeckte als Erstes: eine dänische Firma vertreibt das Medikament. Natürlich weiß ich, was Vertrieb heißt: Ware irgendwo billig in großen Mengen einkaufen und dann teuer verticken. Aber dass ein deutsche Pharmaunternehmen über Dänemark handelt, ist äußerst interessant. Mühsam beseitigte ich das Etikett mit deutschen Hinweisen und war verblüfft: die Dänen sprechen Spanisch!

Das kam mir in der Tat spanisch vor, aber weitere Informationen ließen sich dem Aufdruck nicht entnehmen. Keine Ahnung also, seit wann Dänemark eine spanische Enklave ist und wo letztendlich das Antibiotikum hergestellt wurde und mit welchen Zutaten aus welchen Ländern. Es landet letztendlich in einem deutschen Magen.

Sollte ich also in naher Zukunft in dänischem Spanisch meine Blog-Texte verfassen, dann sind das wohl Nebenwirkungen.

Jahresrückblick 2022

Während es für den Handel bereits um den Valentinstag geht, den Narren um Karneval und übergreifend um das Thema: „Wohin in Urlaub im Sommer 2023?“, sehe ich erst jetzt den Zeitpunkt gekommen einen Jahresrückblick durchzuführen, auf das Jahr 2022, das eigentlich in unseren Köpfen bereits abgehakt ist.

Gut, wir sind im Fußball keine Größe mehr, ebenfalls nicht in der Formel 1. Gleiches trifft auf Tennis zu. Hier liefert uns man sogar Ex-Spieler/-Trainer mit 10 Jahren Rückkehrverbot zurück.

Doch dafür sind wir Bobby-Car-Weltmeister, auch im Kokosnuss- oder Bierdosen-Zerschlagen. Respekt, bei den Nahrungsmittelpreisen, sich solche Disziplinen auszusuchen. Da musste ja vorher ziemlich viel trainiert und damit zerstört werden.

Wir wissen, dass wir uns im Ernstfall maximal zwei Tage verteidigen können, sofern mit echter Munition geschossen werden sollte und dass wir Männer im Grunde zum Sexismus gedrängt wurden, wo wir uns bisher zu Risiken und Nebenwirkungen beim Arzt oder Apotheker informieren sollten. Letzteres hat mich immer irritiert, denn mein Arzt ist eine Ärztin und mein Apotheker eigentlich Beides – allerdings mit höherem Apothekerinnen-Anteil. Mich hat das aber garantiert nicht sexistisch gemacht. ich wäre auch mit anderem Warnhinweis zu meinen heißen Schnittchen marschiert. 😆

2022 war ein Rekordjahr an Sonnenstunden. Schön für die Besitzer von Solaranlagen auf dem Dach und noch schöner für die Energiekonzerne, welche die Überschüsse preiswert aufgekauft und teuer an die Menschen ohne Solarbedachung weitervertickt haben.

Die Bauern haben natürlich gejammert, wegen der Trockenheit. Aber Jahre wo so richtig alles stimmt, die gibt es selten und wenn die Erträge hoch sind, wollen sie uns nicht auch noch mit Jubel behelligen.

Corona hat seinen Schrecken verloren. Zwar sterben immer gut 100 Personen täglich, aber da leben wir in einer Doppelmoral. Wir jammern über die vielen Menschen die in Rente gehen, da ist es doch ganz praktisch, wenn die Lebenserwartung in 2021 und auch in 2022 sinkt, gerade auch durch eine erhöhte Sterblichkeitsrate bei den bisher so zähen Alten. 2,1Milliarden Gewinn bedeutet das konkret für die Rentenkasse 2022.

Der Aufschrei, dass die jungen Menschen vermutlich nicht in den Genuss einer Rente kommen werden, den sehe als berechtigt. Weniger aber an mangelnden Rentengeldern. Der schlechte Umgang mit der eigenen Gesundheit wird früh zu körperlichen Problemen führen. Da es mittlerweile immer weniger Kliniken für immer mehr Kranke gibt (Diskrepanz tendenziell weiter steigend), wird ein Großteil von einem Leben als rüstige 80-jährige Person träumen. Aber ich möchte einen Rückblick durchführen und keine Prognose.

Unternehmen, wie die Lufthansa entlassen zu Beginn von Corona tausende Arbeiter vor allem aus der Zeitarbeit und wundern sich, dass diese nicht darauf gewartet haben, ob sie nach der Pandemie wieder gebraucht werden. Die in Spanien eingemotteten Airbus A380 haben das doch auch getan und werden nun reaktiviert. Als Belohnung auf diesen Schreck fordert nun der Vorstand für 2021 und 2022 Bonus-Zahlungen, statt einen Teil der ohnehin überzogene Bezüge dem Unternehmen zurückzuzahlen. Das ist Marktwirtschaft: frech kommt weiter!

Teilweise hatten es die Superreichen richtig schwer in 2022. Massive Wertverluste bei Aktien und Bitcoin-Crash!

2022 hat den deutschen Sprachschatz erweitert. Worte wie Doppel-Wums, Gaspreisbremse sind neu dazu gekommen. Andere Begriffe, wie die Merit-Order, die gab’s zwar schon, doch niemand hat damit gerechnet, dass sie den Verbraucher künstlich arm und Energieversorger reich macht. Ebenfalls neu unter den hippen Worten: Übergewinnsteuer! Beschreibt sich am einfachsten mit dem alten Spruch: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“

An einem praktischen 3-Monate-Experiment konnten wir den Begriff „Rabattfalle“ selbst erleben. Der Tankrabatt, der keiner war. Dafür das 9-Euro-Ticket. Endlich konnnten die Menschen einmal verreisen, die sonst aus Kostengründen daheim geblieben wären. Teilweise hatten auch Pendler etwas davon. Menschen, die vorher schon die Bahn gemieden hatten, taten das nun erst Recht. Doch auch für die Bahn gibt es einen Rekord zu vermelden: noch nie gab es so viele Verspätungen wie in 2022! Und eine Verspätung gilt ohnehin erst nach 6 Minuten und die Ausnahmen, wann eine Verspätung nicht als Verspätung gilt (zumindest aus Sicht der Bahn) die erspare ich mir aufzuführen. Noch ein letzter Bahnrekord: Mehr Personen wurden in der Weihnachtszeit transportiert, wie sonst und das ohne 9- oder 49-Euro-Ticket. Hier müsste man einmal prüfen, ob die Neuzugänge nicht e-Auto-Besitzer waren, mit zu wenig Risikobereitschaft, sich auf eine längere Reise bei Kälte zu begeben. Vielleicht war der Grund aber auch lapidar: lieber im Bahnhof auf einen Zug warten, als im Auto im Stau.

Apropos Mobilität: nie war der Sprit so teuer wie in 2022. Besonders die Dieselfahrer, einst beneidet um den geringen Verbrauch sowie dem günstigsten Treibstoff, waren arm dran. Diesmal waren es die Benzintanker, die hämisch auf die Heizölfahrer blickten. Zum Jahresende lagen wir dann wieder ungefähr auf dem hohen Niveau von 2021, doch diesmal fühlte es sich fast wie ein Schnäppchen an.

Der Krieg in der Ukraine, seit Anfang des Jahres, wirft einen dunklen Schatten auf 2022. Seit Dezember und unzähligen Toten endlich auch vom russischen Staatsführer als solcher benannt. Da muss ich dann auch gleich an die Planung der Entführung von Karl Lauterbach und diesem anderen Staatsputsch-Versuch denken. Schon erstaunlich, dass die Greise von heute sich so gewandelt haben. Früher bekam man von denen Karamac geschenkt oder die haben einen gerärgert, weil sie ganz langsam bei rot über die Straßen geschlurft sind. Heutzutage gruppieren sie ein paar empathilose Egoisten respektive Egoistinnen um sich herum und richten Massaker an (oder planen sie). Ich gehe jedenfalls nicht mehr alleine an einem Altenheim vorbei.

Das erste Mal wieder Silvester mit Feuerwerk. Die Böller schaden der Umwelt, doch wenn ich höre was einige Spinner*innen mit dem Zeug gemacht haben, sollte es wohl eher heißen: Die Umwelt schadet mit Böllern!

Es gäbe noch so vieles aus 2022 zu berichten, doch das wird zu viel. Ein Satz – fast schon eine Phrase – bleibt für mich mich besonders in Erinnerung:

„Diese Entwicklung hatte sich eigentlich schon damals abgezeichnet!“

Es ist immer erschreckend, wenn man sieht, dass Experten oder Politiker mit einer teuren Schar an Beratern, sich so permanent irren können und dennoch ihre Daseinsberechtigung behalten.

Meine Expertenmeinung für 2023: es wird wieder viele gute Chancen geben, die wir verpassen und negative Dinge die wir bagatellisieren. Die Gierigen machen weiter Profite und die Abhängigen müssen sich damit abfinden. Allerdings ohne eine Abfindung.

2033 – mal sehen was es uns beschert! 🍀

Quo vadis 2023

Der Jahreswechsel steht an und viele von uns haben einige Vorsätze für 2023. Vermutlich sind ein Teil davon solche, die wir bereits zu Beginn dieses Jahres schon hatten und mehr oder weniger schnell an ihnen gescheitert sind.

Das wird uns für 2023 nicht anders gehen und insofern sollten wir gegenüber der Regierung nicht so nachtragend sein. Wir müssen verstehen: alle Wummse, ob nun einfach oder doppelt, sind eben auch nur Vorsätze.

Neben den freiwilligen Vorsätzen gibt es aber noch solche, die vorgegeben werden, so wie der lungenkranke Mensch vom Arzt oder Ärztin aufgefordert wird, das Rauchen einzustellen.

Patient Deutschland bekam vom Arzt EU eine Frist gesetzt, wenigstens das Einwohnermeldeamt spätestens bis Ende 2023 digitalisiert zu haben.

Ich bin mir sicher: eher habe ich in 2023 einen hohen Lottogewinn, wie wir das digitale Meldeamt!

In Moment wurstelt jedes Bundesland nach eigenen Methoden und es gibt kein zentrales Melderegister. Der Bund müsste eine zentrale Software entwickeln. Schon alleine dafür wird die Zeit nicht reichen. Bis die Ausschreibungen für die Programmierung durch sind und der Datenschutz zufrieden ist, werden Monate vergehen.

Dann geht das Elend weiter. Wie kommen die unterschiedlichen Datensätze aus unterschiedlichen Programmen und Archiven zusammen? Wer zahlt das alles? Sind die Länder bereit, Informationen über ihre Einwohner einfach dem Staat zu überlassen? Wie und wo werden die Daten gespeichert? Gibt es Backup-Lösungen? Ist es rechtens, dass beispielsweise Frankreich abfragen kann, ob Uli Diehl tatsächlich in Kröffeldorf gelebt hat und verheiratet ist? Darf die Polizei Zugriff auf die Daten haben? Wer arbeitet die Mitarbeiter am Programm ein und wer bezahlt die Computer die dafür noch nötig sind?

Sie sehen, das kann in 2023 so gut klappen wie ich einen Waschbrettbauch durch Meditation erhalte.

Ende 2023 werden wir also Strafzahlungen leisten und wir überbrücken das Ganze in einem Zentralen Einwohner Meldeamt Call-Center. Anfragen werden dort eingereicht. Es erfolgt ein Anruf im jeweiligen Ort oder Bundesland und das Ergebnis wird dann gefaxt. Die Daten gehen dann per verschlüsselter Mail an die anfragende Stelle. Der Code wird per Briefpost zugestellt.

Das ist Digitalisierung made in Germany und muss für ein paar Jahre reichen.

Also machen Sie sich keinen Kopf, sollten Sie eventuell bereits im Februar schon nicht mehr wissen, welche Vorsätze Sie am Jahresbeginn hatten. Das nennt man Mainstream! 😉

Ich erbitte Ihnen und Euch für 2023, dass wir gesund und in Kontakt bleiben. Früher wünschte man sich gerne den Weltfrieden. Aktuell wäre es schön, wenn das erst einmal in der Ukraine hinkriegen. In 365 Tagen wissen wir mehr.


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Irgendwas ist immer

Vor ein paar Wochen war es mild. Wir wurden von der Regierung gelobt, wie fein wir Gas sparen würden.

Einige Tage später: es ist richtig winterlich kalt und wir bekommen die beunruhigende Nachricht, dass die Bürger*innen mehr heizen und der Vorrat in den Gasspeichern schmilzt.

Das Schamgefühl hat sich in uns noch nicht richtig manifestiert, erwartet uns die nächste Hiobsbotschaft, besser gesagt: Hiobswetter.

Es wird an Silvester bis zu 20 Grad in Deutschland und das nicht nur wegen Föhn! Hier kann ich ohnehin nicht verstehen, wieso die Bewohner am Alpenrand immer wieder einmal die Luft mit einem Föhn erwärmen. Das ist in meinen Augen wirklich übertriebener Energieverbrauch!

Und da sind wir beim Thema. Wenn es an Silvester so warm wird, starten wieder die ersten Klimaanlagen und verbrauchen Strom. Dieser wird vermutlich aus Gas hergestellt, weil Solarzellen nicht genug produzieren und wegen des zu erwartenden heftigen Winde die Krafträder abgeschaltet werden.

Statt: „Müssen Sie es so warm in Ihrer Wohnung haben?“ lautet nun die Frage: „Geht’s nicht auch ein wenig weniger kalt?“

Die Aktivisten „Die letzte Generation“ sowie die Klebstoff-Industrie wird es freuen. Bei milden Bedingungen ist eine bessere Bodenhaftung gegeben.

😜

Weihnachten Mal anders

Vorab ein Hinweis: wie nutzen einen wiederverwendbaren Weihnachtsbaum aus Kunststoff. Angeblich wurde dieser aus alten PET-Flaschen hergestellt. Ich rette damit nicht nur jedes Jahr einem Baum das Leben, ich finde auch, dass man etwas netteres aus alten Flaschen kaum recyceln kann. Der Vereinfachung halber schreibe ich jetzt nur noch vom Weihnachtsbaum.

Wie so oft habe ich das Aufstellen unseres Weihnachtsbaumes bis Heiligabend Morgen vor mich hingeschoben. Diese Herauszerren aus der engen Verpackung und dann das stundenlange Biegen der Äste, bis die eine halbwegs natürliche Form haben, das ist nichts für mich Ungeduldsvogel.

Dann geht es gerade so nervig weiter. Große Kerzen, dafür sind die Äste zu schwach. Als heißt es, gefühlte 500 Meter an Led-Lichterketten anzubringen, möglichst harmonisch verteilt und so vorausplanend, dass am Schluss nicht einige Äste freibleiben oder ich nicht mehr weiß, wohin mit der Beleuchtung. Alles Dinge, die mir den Puls nach oben treiben und mich alles andere als weihnachtlich fühlen lassen.

Stufe 3 ist dann der Baumschmuck. Hier stelle ich mich dann so ungeschickt an, dass meine Frau, die hier normalerweise hilft, irgendwann lieber alleine weiter macht.

Heilig Abend Morgen, der Horror-Job sollte beginnen und mein Überschuss an Lustmangel war noch höher als die Jahre zuvor. Es kam zur Diskussion und plötzlich hieß es: „Dann lass es!“

Jedes Paar wird mir bestätigen: „Dann lass es!“ ist nicht tatsächlich das Angebot, eine Tätigkeit niederzulegen, sondern bedeutet genau das Gegenteil. Sinngemäß: „Mach hinne und reiz mich nicht!“

Doch ich war so lustlos, dass ich alles Erlernte ignorierte, mit den Worten: „Prima, wir haben so viel andere Beleuchtung, da brauchen wir keinen Baum!“

Es herrschte nun Stille die man förmlich anfassen konnte, als ich die Krippe aufstellte. Zugegeben: diese wirkte etwas verlassen ohne Baum, doch ich versuchte mich damit zu trösten, dass es sicherlich ein realistischeres Szenario bot. In Bethlehem stand wohl kaum eine Tanne (erst Recht nicht aus recycelten PET-Flaschen) neben der Stallung.

Heiligabend Abend war dann doch noch ganz nett, obwohl ich mit dem erstmalig probiertem Brühe-Fondue nicht ganz so glücklich war und meine Frau mit meiner Auswahl der Weihnachtsmusik.

Wichtig jedoch, die gegenseitigen Geschenke gefielen gut. Das ist auch nicht immer so einfach. Ich musste auch erst einmal lernen, dass sich Frau über praktische Geschenke nicht so freut, wie umgekehrt und ein Anti-Aging-Set durchaus Fragen aufwirft.

Wer jetzt denkt: „Prima, Happy End!“, den muss ich enttäuschen. Seit dem ersten Weihnachtstag liege ich mit Corona im Gästezimmer in der unteren Etage flach.

Ein schwacher Trost: Gut, dass ich den Weihnachtsbaum nicht aufgestellt habe und nun auch nicht abbauen muss!

Doch nächste Jahr werde ich artig sein, den Weihnachtsbaum geduldig aufbauen, liebevoll schmücken und das beste Geschenk wird sein: kein Corona zu haben!


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