Eskalierender Wahnsinn

Wegen der maroden Bergshäuser Brücke sollen auf der A44 bei Kassel keine Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fahren, um das klapprige Teil zu schonen.

Jetzt sollte man meinen, dass man mit ein paar Hinweisschildern auf eine entsprechende Umleitung das Thema aus der Welt schaffen könnte. Doch man befürchtete, dass diese Vorgaben vom Freigeist des fahrenden Menschen ignoriert werden könnte. Für viel Geld wurde also eine Waage installiert, die wiegt und bei Übergewicht das betroffene Fahrzeug über automatische Schranken zwingt, eine andere Streckenführung zu nutzen.

Ich hielt diese teure Maßnahme für überzogen, doch wurde eines Besseren belehrt.

In nur wenigen Tagen der Inbetriebnahme, hat bereits der zweite LKW-Fahrer einen Unfall produziert, weil er die Funktion der Anlage ignorierte. Das heißt: wieder Vollsperrung und vermutlich erneute Eichung der Waage, falls diese beschädigt wurde.

Sollte die Waage nur in einer Spur integriert worden sein, dann wird sich das Problem von alleine beheben. Der weisungsresistente LKW-Fahrer wird dann künftig auf die Überholspur wechseln, denn wer gibt schon gerne sein Gewicht öffentlich preis (und fährt freiwillig Umwege)? Ansonsten empfiehlt es sich, ein geeichtes Fahrzeug gleich in der Nähe der Waage zu parken und dem Mitarbeiter des Eichamtes eine Festeinstellung anzubieten. Ich überlege auch schon, ob ich mich selbständig machen soll und an der Bergshäuser Brücke einen Reparaturservice anbiete. Scheint ein Job mit langfristig guten Umsätzen zu werden.

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WTF

Zumindest der/die passionierte Dschungelcamp-Schauer bzw. –schauerin wird den Song „WTF“ kennen, der immer wieder in Szenen eingespielt wird.

Die ganze Zeit dachte ich, es würde ins Deutsche übertragen heißen: „Was´n Mist“ oder „Was zur Hölle“

Dabei habe ich nur falsch hingehört:  „What the Fock“ heißt es bestimmt.

Es geht dabei um das Segelschulschiff „Gorch Fock“

Hier haben sich veranschlagte Sanierungskosten von 10 Millionen Euro auf mittlerweile bescheidene 135 Millionen Euro erhöht und nun geht die Debatte los, ob man die Arbeiten einstellt und die gesamte Kohle damit ins Nirvana verschifft, oder weiterhin munter das Budget aufstockt.

Ein Problem, dass wir auch von Flughäfen und anderen Projekten „made in Germany“ her kennen.

Insofern wäre es durchaus zutreffend, wenn WTF auch „what the fuck“ heißen würde.

Die Eskalationsstufe allerdings wäre somit der Ausruf:

„What the Fock, BER!“

 

 

Von Schu- und anderen Machern

Diese Asiaten… einst waren sie berüchtigt, sich unser westliches Wissen zu klauen. Mittlerweile beklagt sich die amerikanisches Firma Apple, dass das Weihnachtsgeschäft 2018 bei den iPhones deswegen so flau war, weil die Chinesen dir neuen Produkte nicht gekauft haben. So richtig ins Hinterteil gekniffen wäre Apple, wenn die chinesischen Werke auch noch die preiswerte Herstellung der Bauteile für die weniger preiswerten Smartphones einstellen würden.

Apropos Hinterteil: Die Chinesen sind seit heute die erste Nation, die erfolgreich auf der Rückseite des Mondes landeten. Auch im Weltraum nimmt das umtriebige Volk langsam Fahrt auf und während wir hier bei Wiesbaden, für die Erneuerung der Salzbachtalbrücke, noch mindestens bis ins Jahr 2024 benötigen, wird vermutlich die erste chinesische Versorgungsbrücke zum Mars bis dahin in Betrieb genommen werden.

Doch es gibt auch für uns Deutsche schöne Neuigkeiten zu berichten.

Rennfahrerlegende Michael Schumacher wird 50 Jahre alt. Er erinnert uns daran, dass wir vielleicht nicht mehr die besten Autobauer der Welt sind, aber der erfolgreichste Formel-1-Fahrer made in germany ist.

Meine Gratulation an dieser Stelle – an Michael Schumacher wie auch an die Chinesen!